Planung meines ersten Hackintoshs gestartet

  • Hallo zusammen,


    zuerst möchte ich mich kurz bei Euch vorstellen, da ich bisher nur stiller Mitleser war.

    Mein Name ist Sebastian, ich bin 46 Jahre Familienvater und komme aus dem Münchner Osten.


    Beruflich bin ich im IT-Umfeld unterwegs. Früher habe ich meine Rechner selbst zusammen gebaut. Dies ist dann schleichend über gegangen und vor ca. 10 Jahren habe ich mir meinen letzten i7 der ersten Generation gekauft mit dem ich immer noch privat arbeite. Parallel dazu nutze ich ein modernes Laptop bei der Arbeit und einen Familien MacBook Pro 2012. Auf dem i7 mache ich immer noch Bildbearbeitung und schneide kleinere Videoprojekte mit Premiere. Es läuft also die Adobe Suite, PS, LR und Premiere. Gespielt wird gar nicht mehr. Allerdings nachdem nun der neue Flightsimulator von Microsoft raus ist, juckt es mich wieder. Zudem ist der Alte für Videobearbeiteung einfach zu langsam geworden.


    Nun steht also ein Rechnerneukauf an und ich möchte mir gern etwas Schnelles zusammenstellen.


    Dabei ist mir hier im Forum der Build von SchmockLord aufgefallen. Der würde sich ja anbieten, zumal alles toll in youtube dokumentiert ist.
    Auf der anderen Seite hatte ich mal gelesen, dass DSM2 verschiedene Builds dokumentiert hat, für aktuelle Hardware in verschiedenen Preisklassen. Hier habe ich aber noch nicht das passende gefunden.


    Ich würde einfach einmal die erstgenannte Ausstattung zugrunde legen und würde mich über Euer Feedback freuen, ob ich mit dieser Hardware als Hackintosh Einsteiger glücklich werden.


    Anforderung an die Nutzung wäre Fotobearbeitung, Videoschnitt und unter Windows Spiele wie Microsoft Flightsim 2020 flüssig lauffähig in hoher Detailstufe.

    - Gigabyte Z490 Vision-D

    - Intel i9-10900k@5.2Ghz bei 1.35V

    - AsRock Phantom Gaming Radeon VII oder eher SAPPHIRE Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G GDDR6?

    - 64GB RAM TridentZ 3600 Mhz eventuell reichen mir auch 32GB?

    - 1TB Samsung 960 EVO für macOS (Ist das die richtige --> Samsung MZ-V7S1T0BW 970 EVO Plus 1 TB NVMe M.2 Interne SSD)

    - 1TB Samsung 970 EVO für Windows 10

    - 2TB Intel 660p als ExFat für Windows/Mac

    - be quite pure Base 500 schallgedämt


    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, liege ich da bei um die 2,5k inkl. Tower, Netzteil und Kühler. Das wäre auch mein max. geplantes Budget. Was würdet Ihr ändern, was würde die Installation ggf. vereinfachen.


    Vielen Dank für Eure Hilfe!


    Grüße

    Sebastian

    Desktop:

    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

    Edited 4 times, last by Spike-Muc ().

  • Zwecks GPU würd ich mal bis ende Oktober Anfang November warten , da kommen die neuen big Navi karten , entweder direkt davon eine abstauben oder durch preisverfall günstig eine XT ziehen :)


    KEIN SUPPORT PER PN!

    julian.png

  • julian91 Danke für den guten Tipp. Wollte eigentlich demnächst zuschlagen. Macht es Sinn dann für den einen Monat zu warten und unter Windows solange die Integrated Grafikkarte zu nutzen?


    Ich habe jetzt auch noch ein wenig über den Prozessor recherchiert. Ist ja nicht überall die Empfehlung, da er u.a. sehr viel Strom verbraucht.

    Denke auch ein 8Kern i9 oder gar ein i7 würde meinen Anforderungen genügen. Wie gesagt ich komme vom 10 Jahre alten i7.

    Desktop:

    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

  • Effizient sind die neuen CPU schon. Gerade in Anbetracht der alten Systeme.


    Aber wenn man mal sieht was so über die vielen Generationen bei Intel passiert ist, im Bereich CPU, und man für jede neue Generation auch noch ein neues Board brauchte, dann ist das schon fast erbärmlich.


    Aber was will man machen, wenn keine adäquate Alternative zur Verfügung steht. Deswegen ist Ryzen schon ein Schlag gewesen.


    Deswegen finde ich deine Auswahl der Komponenten gut, und damit wirst du ne Menge Spaß haben.

  • Hallo Spike-Muc!
    Da ich gerade erst einen sehr ähnlichen Build hinter mir habe, hier ein paar Gedanken zu deinem Projekt:
    Das wichtigste ist, nach einem gut dokumentierten Board Ausschau zu halten, das hast du bereits gemacht. CPU, RAM, SSD und nativ von MacOS supportete Grafikkarten sind quasi ohne Konfigurationsänderung austauschbar und nur für manches Feintuning relevant.

    Generell ist die 10. CPU-Generation stabil genug, um sie guten Gewissens empfehlen zu können. Natürlich findet man mehr Dokus und Anleitungen, je älter die Plattform ist und je mehr Hackintosher sie verwendet haben, aber die neue Plattform ist meiner Meinung nach nicht sonderlich zickig und die wenigen Stellen, wo sich der Prozess von den Vorgängerversionen unterscheidet, sind bereits gut dokumentiert.

    -Board ist meiner Meinung nach eine gute Wahl, wenn auch etwas teuer. Gibt super Doku dazu und es funktioniert wirklich alles, bzw. mir ist nichts aufgefallen, was nicht funktioniert. Wenn du beim Bau möglichst viel lernen willst, würde ich empfehlen, die Anleitung von Dortania zu verwenden. Wenn du mal unsicher bist, kannst du immer noch auf Schmocklord's Github nachschauen, wie es (höchstwahrscheinlich) richtig gehört. Dein EFI-Ordner wird am Ende des Dortania-Guides sehr ähnlich sein wie der von Schmocklord. Nur mit dem Unterschied, dass du dann am Ende von jeder einzelnen Einstellung und Datei den Nutzen und die Funktion kennst.
    Kleine Stolperfalle gibts beim 2,5GBit-LAN-Port: Dortania behauptet, es reicht, einen DeviceProperty-Eintrag anzulegen, aber du benötigst zusätzlich noch den FakePCI-Kext aus Schmocklords Github "FakePCIID_Intel_I225-V.kext" (oder hier nach des Erfinders Anleitung nachbauen). Nur damit du schonmal vorgewarnt bist! Ansonsten sind mir keine Stolperfallen aufgefallen.

    -Zum Prozessor bzw. seinem Stromverbrauch: Das Teil kann echt ordentlich Strom ziehen. Kann, aber muss nicht. Intel hat verschiedene Powerlimits für die zehnte Generation vorgesehen, die CPU darf für kurze Zeit weit mehr als die angegebene TDP aufnehmen, bevor die Leistungsaufnahme reduziert wird. Diese Standardeinstellungen kann man mit passender Kühlung im BIOS auch erhöhen/verlängern oder sogar komplett deaktivieren, sodass die CPU bei entsprechender Belastung ohne Probleme dauerhaft über 250W zieht und die Taktrate nie einbricht. Wenn man das vorhat, unbedingt auf ausreichende Netzteilgröße und Kühlung achten! Anders herum könnte man die Leistungsaufnahme der CPU auch tiefer als im Standard reduzieren/begrenzen wenn man das will, natürlich auf Kosten der Rechenleistung. Das alles ändert aber nichts daran, dass die CPU nur viel Strom zieht, wenn sie entsprechend belastet wird. Auf dem Desktop ohne offene Programme lag die Leistungsaufnahme der CPU bei mir zum Teil unter 10W. Solange du die CPU nicht auslastest, dürfte die Leistungsaufnahme nicht krass über anderen aktuellen Prozessoren liegen. Aber wenn es erforderlich ist (rendern etc), hast du halt den nötigen Bumms, um mit viel Energie schnell zum Ziel zu kommen.

    -Zur Grafikkarte: Die RX5700XT performt unter MacOS nicht so gut wie unter Windows, das konnte ich auch in Benchmarks sehen. Wie sehr man das in der Realität merkt, kann ich nicht beurteilen, habe die GPU nie groß belastet. Angeblich sind die Leistungseinbußen bei realen Aufgaben aber weitaus weniger schlimm als der Einbruch der Benchmark-Zahl. Es gibt (zB auch in Schmocklords EFI) ein paar Tricks, die Leistung (bzw die Benchmarkwerte) zu erhöhen, allerdings weiß ich nicht, was sich hinter dieser Methode verbirgt und kann sie deshalb nicht wirklich empfehlen. Im Zweifel würde ich erstmal ausprobieren, ob die Leistung bei echter Arbeit ohne Tricks und Hacks ausreichend ist und gleichzeitig darauf hoffen, dass Apple die Treiber noch weiter verbessern wird.

    Die VII hat meines Wissens nach ähnliche Probleme (und ähnliche Tricks zur Verbesserung), ich kenne sie aber selbst nicht und kann nichts dazu sagen.

    -Zur SSD: Meine Empfehlung ist, Abstand von Samsung zu halten. Gerade die Evo Plus sind bekannt dafür, zickig mit MacOS zu sein. Früher liefen sie gar nicht. Nach einem Firmware-Update von Samsung gehen sie mittlerweile, aber verursachen meiner Erfahrung nach immer noch Verzögerungen beim booten, die zwar nicht schlimm, aber irgendwie auch vermeidbar sind. Habe aus dem Grund meine Evo Plus zurückgeschickt und gegen eine Sabrent Rocket getauscht (deren Controller wird bei Dortania als gut kompatibel gelistet).


    -Zur SMBIOS-Wahl (weil ich da lange rumgegrübelt habe): Die Zeiten, in denen man das SMBIOS möglichst nah an seiner eigenen Hardware wählen muss, scheinen vorbei zu sein. Auch wenn iMac20,2 passend erscheint, würde ich persönlich zu iMacPro1,1 raten, weil mir persönlich voll funktionsfähiges DRM wichtiger ist als Sidecar und Intel Quicksync der iGPU. Die groben Unterschiede meines Wissens nach:


    iMacPro1,1:

    ---iGPU wird nicht verwendet (weil der iMacPro1,1 keine iGPU hat), AMD-GPU übernimmt DRM-Geschichten (Amazon Prime, Apple TV etc.) funktionieren problemlos.

    ---Intel Quicksync (Funktion der iGPU) ist nicht verfügbar

    ---Sidecar geht nicht, weil dazu entweder eine iGPU nötig ist (die der iMacPro1,1 mit Xeon-CPU nicht besitzt) oder ein T2 Chip (der das im originalen iMacPro1,1 übernimmt, den aber natürlich kein Hackintosh hat).

    ---CPU-Powermanagement ist auf den Xeon optimiert und kann nachträglich passend zum i9 angepasst werden.


    iMac20,2:

    ---iGPU kann zusammen mit der AMD-GPU verwendet werden. Da MacOS (wenn ich das richtig verstanden habe) im Normalzustand mit iGPUs aus nicht-Apple-Geräten DRM-mäßig nicht zusammenarbeitet (die von Apple verbauten Intel-Prozessoren unterscheiden sich da wohl leicht von den normal verkauften CPUs), und die originalen iMacs aber für DRM die iGPU verwenden, sind Patches nötig, die die DRM-Funktionität hin zur AMD-GPU umbiegen, damit DRM funktioniert. Aktuell scheint das gut zu funktionieren, aber es ist offensichtlich, dass es hier sauberer ist, ein SMBIOS zu verwenden, das direkt die AMD-GPU für DRM verwendet und ohne Patches auskommt.

    ---Intel Quicksync funktioniert

    ---Sidecar funktioniert, weil die iGPU, die für das Sidecar-Bild verwendet wird, verfügbar ist

    ---CPU-Powermanagement ist von Anfang an perfekt, weil der iMac20,2 den nahezu gleichen i9 wie du verwendet.

    Hier ist noch ein kleiner Vergleich bezüglich der verschiedenen SMBIOS (auch für iMac20,2 gültig).


    Sorry für den langen Text, ich hoffe es sind ein paar nützliche Infos für dich dabei!


    PS: Solltest du dich dafür entscheiden, WLAN & Bluetooth zu verbauen (im Zusammenspiel mit IOS-Geräten sind diese Drahtlos-Funktionen wie Airdrop und so ja doch ganz nett), rate ich von der klassischen Fenvi T919 ab. Es gibt mehrere Berichte, wonach die klassische T919 (die mit den blauen Wellen und gelbem Rahmen auf dem Sticker) in Kombination mit dem Vision D Board Einschlafprobleme verursacht. Als Alternative wird zu den Modellen geraten, die den eigentlichen WLAN-Chip gesockelt haben, gibt es auch von Fenvi zB hier (die mit 4 Antennen und BCM94360CD-Chipsatz). Kostet das gleiche, und man umgeht damit im Zweifel ein unnötiges Problem (auch wenn es Berichte von anderen Usern gibt, bei denen die T919 problemlos läuft).

  • Hallo zusammen,


    traeu ganz herzlichen Dank für Deinen für mich als Einsteiger sehr hilfreichen Text und die Denkanstöße die Du mir damit gegeben hast.


    @all: Ich bin begeistert über Eure Unterstützung hier im Forum und halte Euch natürlich zum Fortschritt in meinem Entscheidungsfindungs-, Kauf- und Buildprozess auf dem Laufenden.


    Ich habe oben mal ein Gehäuse ergänzt. Was haltet Ihr von dem be quite pure Base 500 schallgedämt? ich suche etwas möglichst, kleines , schlichtes mit ausreichender Kühlung und mindestens USB an der Front.

    Desktop:

    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

  • Spike-Muc Ich würde an deiner Stelle, wie julian91 auch empfohlen hat, auf die neuen Big Navi Karten warten. Das wird spannend was da rauskommt und ist nicht mehr so lange hin. Bis dahin kannst du die iGPU in Win sowie auch in macOS nutzen.

  • So, habe mal zwei Konfigurationen angelegt und stehe kurz vor der Bestellung. Eine etwas günstigere Variante und eine mit dem i9-10900K und 64GB RAM.

    Was meint Ihr, spüre ich die 300 EUR deutlich, lohnt sich das?


    schneller vs. moderat


    Mit der Grafikkarte folge ich Eurer Empfehlung und warte noch.

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  • Hallo zusammen,


    ich bin es noch einmal. Stehe kurz vor der Bestellung. Vielleicht könnt Ihr mich mit ein paar Gedanken zum Thema CPU in die richtige Richtung lenken.

    Bin noch unsicher, ob es der i9-10900K sein muss, oder doch ein kleinerer i9-10850k, i7-10700K.

    Da hadere ich noch etwas. Als Kühlung hätte ich jetzt ide AiO von be quiet! Pure Loop 360mm genommen, oder ist die überdimensioniert?

    Was meint Ihr? Vielen Dank schon mal.

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  • Tja, gute Frage!

    Dein Anwendungszweck ist für mich so der typische Fall, bei dem eigentlich weniger Leistung ausreicht und es aber gelegentlich von Vorteil sein kann, mehr Kerne zum rechnen zu haben.

    Sieht so aus, als dürfte das dein Geldbeutel entscheiden! Wenn das Budget es hergibt und du nicht an anderer Stelle sparen musst, wieso nicht. Aber an allen anderen Ecken und Enden zu sparen, nur damit es der 10900K wird, wäre denke ich nicht sinnvoll.

    Den i9-10850K mag ich persönlich nicht, da dieses Modell wohl eingeführt wurde, damit nicht zu viele Chips, die mal 10900K hätten werden sollen aber nicht gut genug dafür waren, weggeschmissen werden müssen. Ist aber nur mein Gefühl, vielleicht ist er in der Praxis näher am 10900K dran als ich aktuell annehme.


    Ich bin ja ein Fan von Luftkühlung, weil das so schön wartungsarm ist und als GAU nur der Lüfter stehen bleiben kann und der Rechner irgendwann ausgeht. Habe allerdings auch gemerkt, dass selbst die größten ATX-Kühler beim 10900K kämpfen müssen um die Wärme wegzukriegen, richtig kühl bleibt da unter Last nichts (bei AVX-Stresstests und 230W dauerhafter Leistungsaufnahme erreicht meiner dann auch irgendwann das thermische Limit) .
    Mit einer Wasserkühlung sollte man grundsätzlich mehr Wärme abgeführt kriegen, auch wenn ich das von dir genannte Modell im Speziellen nicht kenne. Überdimensioniert würde ich das nicht nennen, vor allem wenn du vorhast, die thermischen Limits an- oder aufzuheben. Mit einer WaKü sollte es definitiv leichter sein, von der empfohlenen CPU-Maximaltemperatur ein wenig Abstand zu halten. Man muss sich halt bewusst sein, dass der GAU einer Wasserkühlung anders aussieht, das ist zumindest für mich neben der Leistungsfähigkeit der größte Unterschied. Aber auch da muss man natürlich wieder beachten, dass die Fälle, bei denen eine defekte AIO-Kühlung spektakulär einen PC überschwemmt viel schneller die Runde machen als Berichte von tausenden anderen Usern, bei denen alles über Jahre problemlos läuft...

  • Jetzt ich auch mal....Also deine Auswahl ist schonmal Top. Zwar könntest du um den Geldbeutel auch die Z390 Plattform nutzen mit i9 9900K zb. was sich im Geldbeutel bemerkbar machen würde und du den Überschuss vielleicht in Mehr Festplatte oder mehr Speicher investierst. Als Grafik würde ich wenn du nicht vielleicht eine RX5700XT oder gar VII günstig schiessen kannst warten bis die BigNavis kommen wohin gegen ich aber glaube das die durchaus den Geldbeutel etwas stark belasten werden.

    Ansonsten wirst du mit dem Z490 Board von Gigabyte Vision D eine durchaus solide Plattform haben. Wenn der I9 10900 nicht mehr zu bekommen ist was bei mir damals der Fall war...kannst du getrost zum 10850k greifen. Sehr maginaler Unterschied. Kann man verschmerzen.

    Die Evos laufen einwandfrei bei mir. Vorraussetzung neueste Firmware. Kaufst du die jetzt neu dann sollte die aktuellste Version schon drauf sein.Eventuel auch die neue 980 Pro? Auch die WD Black ist eine gute Wahl. hängt aber vom Geschmack und Geldbeutel ab.

    Sei dir aber bewusst...2 m2 SSDs belegen auch jeweils 4 Lanes also 8. Deine Grafik läuft dann mit 8 Lanes Anbindung.

    Das wäre bei dem System so die Spass Leistungsbremse. Da wäre ein X299er System schon bischen besser aufgestellt. Aber auch bischen teurer. Um den FLightsim aber zu nutzen...(Hab ich auch) reicht schon ein Z390 mit i9 9900 und ner RX5700 ohne XT aus.


    Also fährst du für deine Ansprüche durchaus mit dem Z490 System relativ lange gut.

  • Bevor ich Geld für Z390 sowie 9900K verpulver, würde ich zu Z490 greifen und einem 10700K.


    A) günstiger

    B) schneller als ein 9900K

    C) neuer

    Keine Unterstützung per PN...

    Eure Fragen gehören ins Forum, nicht in mein Postfach!

  • Sei dir aber bewusst...2 m2 SSDs belegen auch jeweils 4 Lanes also 8. Deine Grafik läuft dann mit 8 Lanes Anbindung.

    Das wäre bei dem System so die Spass Leistungsbremse.

    Man liest hier in letzter Zeit ab und an, dass die M2-Slots angeblich den PCIe-Slots Bandbreite klauen. Das stimmt nur bedingt und ist laut Handbuch und nach meiner Erfahrung nicht so wie hier beschrieben.

    Hier nochmal, was das Blockschaltbild im Handbuch und die Beschreibung der Slots im Handbuch hergeben (Seite 7 und 31):


    Oberster PCIe-Slot, x16: Hängt direkt an der CPU, teilt sich nur Bandbreite mit dem darunter liegenden PCIe x8-Slot. Wenn nur der oberste belegt ist, sind alle 16 Lanes nutzbar. Wird der darunter liegende x8-Slot auch bestückt, laufen beide Slots mit x8.


    Zweiter PCIe-Slot, x8: Hängt direkt an der CPU, klaut sich Bandbreite vom darüber liegenden PCIe x16-Slot. Wird der x8-Slot bestückt, läuft der darüber liegende x16-Slot auch nur mit x8.


    Dritter PCIe-Slot, x4: Hängt am Chipsatz, teilt sind Bandbreite mit dem M2-Slot "M2P_SB" (unterster M2-Slot). Ist M2P_SB unbestückt, läuft der PCIe-Slot mit x4, ansonsten mit x2 (oder er wird evtl. sogar ganz deaktiviert, siehe EDIT unten).


    PCIe x1 Slot (der kleine kurze): Hängt am Chipsatz, teilt nichts.


    M2-Slot "M2A_CPU" (oben): Hängt, wie der Name nicht vermuten lässt, am Chipsatz. Je nach Bestückung werden SATA-Ports deaktiviert: Bei PCIe-Bestückung geht SATA0 aus, bei SATA-Bestückung wird SATA1 deaktiviert.


    M2-Slot "M2M_SB" (mitte): Hängt am Chipsatz. Es werden immer die gleichen SATA-Ports deaktiviert: Egal ob PCIe oder SATA-Bestückung, immer wird SATA4 & SATA5 deaktiviert.


    M2-Slot "M2P_SB" (unten): Hängt am Chipsatz, unterstützt nur PCIe-M2, kein SATA. Bei Bestückung mit PCIe werden dem PCIe-x4-Slot 2 Lanes geklaut. Unklar ist mir nur, ob "M2P_SB" immer nur 2 Lanes zur Verfügung stehen, wenn bei Bestückung nur 2 der 4 Lanes vom PCIe-X4 Port geklaut werden.

    EDIT: Im Handbuch steht: "The PCIEX4 slot operates at up to x2 mode when a PCIe SSD is installed in the M2P_SB connector." Also BIS ZU x2. Möglicherweise bleiben am PCIe X4-Slot nur 2 Lanes übrig, wenn man mit der SSD nur 2 Lanes nutzt, und der x4-Slot deaktiviert sich komplett, wenn die SSD alle 4 Lanes haben will. Müsste man wohl testen!


    TL,DR: Nur wer 2 GPUs gleichzeitig nutzen will, wird kein x16-Port mehr haben, sondern sich mit 2x x8 zufrieden geben müssen.

    PCIe x16 und M2 ist kein Problem, kommt sich nicht in die Quere.

    Wer alle M2-Slots belegen will, hat danach nur noch 3 SATA-Ports verfügbar (welche unterscheidet sich je nachdem ob SATA oder PCIe M2-SSDs verbaut werden) und hat am PCIe x4-Port nur noch 2 Lanes verfügbar (oder evtl. gar keine mehr, siehe EDIT ein Absatz höher).

  • Mega, vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Letzte Nacht ist meine Bestellung herausgegangen.

    Es ist die "große" Lösung geworden mit dem GB Z490 Vision D und i9-10900K. Bei mir kommt es nicht auf den EUR an, ich wollte nur nicht unnötig Geld verschwenden, wenn es keinen Sinn macht. Mit Euren Kommentaren habt Ihr mich aber bestärkt. Vielen Dank!

    Nur das Thema mit den 2 M.2 SSDs beschäftigt mich. Wenn ich dann dadurch die Grafikkarte an Leistung beschneide, sollte eine andere Lösung her.
    Wiederum traeu Du hast ja geschrieben es ist nicht so. Was wäre eine gute Alternative? Eine M.2 und eine SSD über SATA. Aber auf welche kommt welches OS? Zum Spielen und ggf. Videoschnitt Windows und auf dem Hacki Videoschnitt und Bildbearbeitung?

    Grafikkarte folge ich Eurem Rat oben. Da warte ich bis die Neuen kommen und entscheide dann, ob Neue oder hoffentlich günstigere RX5700XT.

    Desktop:

    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

    Edited 2 times, last by Spike-Muc ().

  • Auf meinem Vision D laufen 2x PCIe-SSDs in den oberen beiden Slots und meine Graka läuft trotzdem mit x16. (Geht auch gar nicht anders, nimm dir mal dir Zeit und wirf einen Blick auf das Blockschaltbild im Handbuch, da sieht man sehr gut, was womit verbunden ist und was überhaupt nicht miteinander in Berührung kommt). Nur eben die SATA-Ports werden weniger, wie beschrieben.

    Bleibe auf jeden Fall dabei, zwei getrennte SSDs für MacOS und Windows zu nehmen, es ist für die Installation und den Betrieb und auch im Fehlerfall leichter, das getrennt zu haben.

    M2-SSDs die NVME (PCIe) nutzen, sind bedeutend schneller als SATA-Technik. Deshalb sind sie auch teurer. Es gibt auch SSDs im M2-Formfaktor aber mit SATA-Technik, die bieten dann keine Vorteile ggü. 2.5"-SATA-SSDs. Darauf unbedingt achten! M2 ist nur die Bauform, entscheidend für die Geschwindigkeit ist, ob zur Datenübertragung NVMe oder SATA verwendet wird.

    Wenn du das Geld hast würde ich nur M2-NVMe-SSDs nehmen, vor allem für die beiden Betriebssysteme. Wenn du dann noch ein Datengrab brauchst, kannst du ja überlegen, ob du den dritten M2-Slot noch belegst oder ob du dafür auf eine günstigere SSD mit langsamerer SATA-Technik zurückgreifst und fürs gleiche Geld mehr Speicherplatz bekommst.

    Da sich SATA-M2 und 2.5"-SATA SSDs preislich nicht groß unterscheiden, ist es eigentlich egal, welchen Formfaktor du wählst, solltest du dich für eine dritte Platte mit SATA entscheiden. 3x M2 und eine davon mit SATA würde gehen (dabei bei der Bestückung auf die Slots achten, nur in 2 von 3 kann man SATA-M2 verwenden). Oder klassisch eine 2.5" Platte verbauen. Solltest du auf Optik, wenig Kabel und viel Glas stehen, ist M2 natürlich aufgeräumter als 2.5".

  • Merci, vielen Dank.
    Das habe ich eben gemacht und mir das Handbuch geschnappt. Ich verstehe es darin genauso, wie von Dir beschrieben.

    Danke auch zur Erklärung der M.2 SSDs. Die M.2 SSD PCI können bis 4x die 6GB, so wie ich es gelesen habe.
    Dann werde ich das genauso umsetzen. Und dann die Speicher aus meiner Liste, oder doch Evo 970 pro oder gar die 980 pro?

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    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

  • Danke auch zur Erklärung der M.2 SSDs. Die M.2 SSD PCI können bis 4x die 6GB, so wie ich es gelesen habe.

    Ich meine der Unterschied ist sogar noch größer. Aktuelles SATA (Revision 3.0) wird mit 6GBit/s angegeben, also ca. 750mb/s. PCIe 3.0 kann pro Lane 985mb/s übertragen, bei x4 also 3940mb/s. In der Praxis ist der Durchsatz durch Overhead noch geringer, aber es bietet eine Orientierung. Zudem nutzen nicht alle NVMe-SSDs die volle Bandbreite aus, die Sabrent Rocket zB ist mit "nur" 3400mb/s und 3000mb/s angegeben.

    In jedem Fall aber ein großer Unterschied zu SATA!


    Abgesehen davon, dass die Samsung SSDs nur nach Firmwareupdate laufen (vmtl werden die neuen inzwischen schon mit korrigierter Firmware ausgeliefert) und es Berichte gibt, dass die SSD auch mit Update den Bootprozess noch ein bisschen verzögert, ist es ja auch eine Preisfrage.

    Die 980 Pro hat zB schon PCIe4.0, das hat der i9 10900K noch gar nicht. Würde sich also nur lohnen, wenn du in Zukunft planst, die CPU aufzurüsten (das Board kann wohl in Zukunft mit passender CPU im obersten M2 Slot schon eine PCIe4.0 SSD betreiben).

    Die 970 Pro scheint aktuell teurer zu sein als die 980 Pro (vielleicht Auslaufmodell und nicht mehr produziert?), die lohnt sich dann wohl schon zwei Mal nicht.

    Die Sabrent Rocket ist auf jeden Fall um einiges günstiger trotz vergleichbarer Performance. Zur Zuverlässigkeit kann ich noch keine Aussagen machen, aber im Netz ist das Teil kein Unbekannter, gibt schon einige Reviews.

    Meine Empfehlung ist weiterhin, nicht auf Samsung zu setzen, um unnötigen Problemchen von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Die Sabrent Rocket finde ich preis-leistungs-mäßig top, aber ich bin nicht sonderlich gut informiert. Ich denke, es gibt noch weitere Modelle mit gleicher Leistung zu ähnlichen Preisen. Für mich war damals bloß entscheidend, einen Ersatz für die Samsung zu kaufen. Als ich dann irgendwo gelesen hatte, dass die Sabrent unauffällig ist, und ich nach kurzer Recherche nichts viel günstigeres vergleichbares gefunden habe, habe ich die genommen und verbaue und empfehle die seitdem, wenn ich mal nach einer SSD gefragt werde. Für weitere Vorschläge bin ich aber jederzeit offen, wie gesagt, top informiert auf dem SSD-Markt bin ich nicht.

    EDIT: Oh, und falls es die Sabrent von Amazon wird, kleiner Hinweis, da bin ich letztens drauf reingefallen: Manchmal, aber scheinbar nicht immer, leitet Geizhals nicht auf den günstigsten Amazon-Anbieter weiter. Aktuell kostet die 1TB glaub 140€, letztens habe ich sie aber aus Versehen fast für 160€ bestellt.


    PS: Übrigens noch Glückwunsch zur Bestellung! Ich bin mir sicher, dass du damit viel Spaß und wenig komische Probleme haben wirst und es ein guter EInstieg in die Hackintosh-Welt ist. Wenn du Lust hast und motiviert bist, kannst du damit ohne viel Frustration sehr viel über Hackintoshs lernen und baust dabei ein System auf, was dich garantiert nicht enttäuschen wird.

  • Vielen, vielen Dank für die ganzen sehr hilfreichen Hinweise. Somit stolpere ich nicht in alle üblichen Fallen. Ich hatte die Sabrent nämlich auch bei Amazon gesehen und hätte sie da fast gekauft.


    Aufrüstung der CPU steht bei dem Setup in den nächsten Jahren nicht an. Mir geht es nicht darum die letzten Reserven herauszuholen, eher wieder für die kommenden Jahre einen schnellen Allroundrechner zu haben.

    Ich freue mich vor allem auf den Videoschnitt unter iOS. Mal sehen wie schnell ich in die alternative Software Final Cut und Davinci reinkomme. Nutze bisher Premiere und will eben vom Abomodell weg.

    Desktop:

    Intel Core i9 10900K 10x 3.70GHz | Gigabyte Z490 Vision-D | bis jetzt nur die iGPU | 64GB G.Skill Tridentz Z Neo DDR4-3600 DIMM CL18 Dual-Kit (2x32GB)| 2x Sabrent 1 TB Rocket NVMe PCIe M.2 2280 SSD für Windows 10 PRO & macOS 10.15.7 | be quiet! Pure Base 500DX | be quiet! Pure Loop 360mm | Corsair RM750x

  • Ich glaube die gibts schon nur bei Amazon, aber eben darauf achten, den günstigsten Anbieter zu erwischen, die wird glaub bei Amazon zu drei verschiedenen Preisen verkauft.


    Zu deinen Videoschnittprogrammen fällt mir noch was ein: Wenn ich mich nicht täusche, nutzen die auch Intel Quicksync. Deshalb könnte es doch von Vorteil sein die IGPU nicht zu deaktivieren und dafür auf reibungslosen DRM zu verzichten (das SMBIOS-Thema). Vielleicht kann dazu noch jemand was sagen, der sich damit besser auskennt. Ich weiß leider nicht, wie arg sich Quicksync beim Videoschnitt bemerkbar macht, ich meine das hatte auch was mit der Videovorschau beim schnippeln zu tun, dass die flüssiger ausgegeben wird oder so...

    Aber die Frage stellt sich bei dir ja eh erst später, wenn eine AMD-GPU dazukommt. Bis dahin musst du sowieso ohne funktionierenden DRM leben, soweit ich weiß.

  • Den Aufpreis für eine K-Variante der CPU zu investieren lohnt sich eigentlich nur, wenn man eine sehr hohe single thread performance braucht und dafür wäre dann ein Core i9 pure Geldverschwendung.


    Bei Last auf mehreren Kernen hingegen stellt die Wärmeentwicklung den limitierenden Faktor dar, so dass die K- und non-K-Varianten mit angepassten power limits die gleiche Leistung liefern.


    PS: Für einen Hackintosh sollte man lieber nicht auf zukünftige Aufrüstungen spekulieren, da wegen des Wechsels zu ARM die Unterstützung für zukünftige Intel-Hardware eher unwahrscheinlich ist.