Posts by Mieze

    Ich habe mit der neuen Version 1.0.1 (build 1.0.100) schon mal einen kleinen Test unter Tahoe 26.2 mit aktiviertem AppleVTD durchgeführt. Hier sind die Ergebnisse:

    jan2ooo Einen RTL8125BG kennt Realteks Linux Sourcecode nicht, aber vermutlich handelt es sich um einen gewöhnlichen RTL8125B, weil zur Zeit als Mainboards der 400er Serie aktuell waren nur jeweils 2 Varianten vom RTL8125A und RTL8125B existierten. Den Chip als RTL8125BG zu bezeichnen dürfte wohl lediglich eine kreative Namensgebung von Asrock sein. Ich halte es jedenfalls für äußerst unwahrscheinlich, dass da ein Chip existiert, der von Realteks eigenem Code nicht unterstützt wird, aber letztendlich hilft da nur ausprobieren. Ich bin jedenfalls sehr zuversichtlich, dass dein Board mit RTL812xLucy funktioniert.

    Ich mit DMAR meinte die ACPI-Tabelle dieses Namens, aber egal, da AppleVTD ausgeschaltet ist, spielt das keine Rolle. Lade am Besten mal Deine config.plist hoch, damit wir mal einen Blick darauf werfen können. Evtl. stimmt dort etwas nicht?

    Nach 6 Wochen mit ca. 100 investierten Arbeitsstunden ist es nun soweit, dass ich die erste funktionsfähige Testversion meines neuen Treibers für die Realtek RTL812x-Netzwerkkarten veröffentlichen kann, welches AppleVTD unter Tahoe und dank des neuen Linux-Sourcecodes von Realtek auch neuere Chips unterstützt, welche mit LucyRTL8125Ethernet noch nicht kompatibel waren. Das Projekt ist noch nicht vollendet, aber der Treiber funktioniert bereits sehr zuverlässig, d. h. ich konnte bei meinen Tests weder Kernel Panics noch Verbindungsabrüche feststellen. Zur Zeit werden folgende Chips unterstützt:

    • RTL8125A
    • RTL8125B
    • RTL8125BP
    • RTL8125CP
    • RTL8125D

    Mit Version 1.0.1, die ich am 8.2.2026 veröffentlicht habe (siehe Anhang), wurde folgende Features hingefügt:

    • Dank neuer Firmware werden jetzt Jumboframes (bis MTU 9000) vollständig unterstützt.
    • WoL wurde erfolgreich getestet und funktioniert.


    Unterstützung für den RTL8126 werde ich hinzufügen, sobald die anderen noch offenen Aufgaben erledigt sind:

    • TSO (TCP segmentation offload) funktioniert zwar im Prinzip, da aber das Interrupt Throttling bei diesen Chips nicht funktioniert, gibt es mit TSO noch Probleme mit dem Durchsatz (max. 2Gbit/s mit Tahoe). Aus diesem Grund ist TSO in der aktuellen Version deaktiviert, wodurch die CPU-Last beim Senden noch etwas höher ist als mit TSO.
    • VLAN ist zwar grundsätzlich implementiert, aber noch nicht getestet. Also nicht wundern, falls das im Moment noch nicht funktionieren sollte.

    Da RTL812xLucy ist als Ersatz für LucyRTL8125Ethernet gedacht ist, muss dieser Treiber entfernt, bzw. in OC deaktiviert werden, bevor RTL812xLucy installiert wird. Erfolgreich getestet wurde RTL812xLucy bisher unter Tahoe, Sequoia und Monterey, sollte aber grundsätzlich mit Catalina und aufwärts funktionieren. Den Sourcecode habe ich bereits auf Github veröffentlicht. Falls ihr mein Projekt mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchtet, findet ihr dort auch einen Link zum sponsern des Projektes.


    https://github.com/Mieze/RTL812xLucy/tree/main


    Hier noch der Eintrag für OpenCores config.plist, um RTL812xLucy zu installieren:



    Viel Spaß beim Testen!


    Mieze

    Atalantia Du erwähntest, dass Du die Speichermedien oft mit auf Reisen genommen hast, richtig? Mechanische Festplattem sind empfindlich gegenüber Erschütterungen und können bei einer unsanften Behandlung des Gepäcks unterwegs Schaden nehmen. Das ist auch eine der häufigsten Ursachen von Defekten bei neuen Festplatten, welche entstehen wenn das Paket beim Versand geworfen oder fallengelassen wurde.

    Atalantia Dein Post ist nicht ganz eindeutig, aber ich verstehe ihn so, dass du einen USB-Stick als Backupmedium verwendest, korrekt?

    Halbleiterspeicher sind im allgemeinen kein gutes Medium für Backups, weil das typische Lastprofil bei Backups überwiegend aus Schreiben besteht. Da man Flash-Zellen nicht einfach überschreiben kann, sondern die Zelle vorher löschen muss, wobei die Zelle jedesmal einen kleinen Schaden nimmt, verschleißen diese mit der Zeit, weil die Anzahl der Löschzyklen je nach Flash-Typ sehr begrenzt ist. Bei SSDs wird dieser Prozess durch ausgefeilte Wear Leveling Algorithmen abgemildert, welche dafür sorgen, dass die einzelnen Blöcke möglichst gleichmäßig abgenutzt werden. Da die Algorithmen viel Rechenleistung benötigen, verfügen die Controller von SSDs über leitungsfähige CPUs. Ein USB-Stick hingegen hat nur einen einfachen Controller (wegen Stromverbrauch, Wärmeentwicklung und Kosten) und kann daher kein Wear Leveling durchführen, so dass einzelne, oft beschriebene Blöcke, schnell verschleißen und der Stick kaput geht. Bei Dauerlast werden USB-Sticks außerdem sehr heiß, weil das Gehäuse die entstehende Wärme nicht ableiten kann, was sich ebenfalls negativ auf die Lebenserwartung auswirkt (bei Halbleitern gild die Faustformel 10 Grad höhere Temperatur halbiert die Lebensdauer).

    Also merke, Backups macht man am besten auf Festplatten. Falls das aus irgenend einem Grund nicht möglich ist, dann nimmt man eine NVMe- oder SATA-SSD mit möglichst hoher TBW. Ein USB-Stick hingegen ist nur eine Notlösung, bei der ein Versagen mittelfristig vorprogrammiert ist.

    Deejay Vermutlich ist die Karte defekt. Bei den Aquantia-Karten braucht man neben AppleVTD auch noch einen Kernelpatch, um die zum Laufen zu bringen, weil der Treiber prüft, ob es sich um einen von Apple verbauten Chip handelt.

    Deejay Bei Gigabyte kann man im UEFI die Geschwindigkeit des Peg-Slots einstellen. Probier mal ihn manuell auf PCIe 2.0 und falls das nicht hilft, auch mal auf PCIe 1.0 (reicht für 10Gbit auch aus), einzustellen. Ansonsten könntest Du sie auch mal in einem anderen Rechner, falls verfügbar testen, um zu prüfen, ob die Karte ok ist.

    Deejay Um welchen von deinen Rechnern handelt es sich denn? Prüfe mal die Einstellungen für den PEG-Slot. Die X540 kann nur bis PCIe 2.0. Falls der Slot manuell auf PCIe 3.0 eingestellt wurde, dann geht natürlich nichts. Im UEFI kann man sich die eingesteckten PCIe-Karten auch auflisten lassen. Dort sollte sie dann auch erscheinen. Da die X540 ziemlich viel Strom verbraucht, kann es bei Boards mit einfachen Spannungswandlern schon mal zu Problemen kommen, aber in diesem Fall bleibt er meistens im POST hängen und schaltet sich gleich wieder aus. War bei einem Asrock H97M Pro4 der Fall, aber es kann bei anderen Boards durchaus auch andere Symptome geben.

    Deejay Steckt die Karte überhaupt richtig im Slot? In der IOReg taucht sie nämlich nicht auf. Dort müsste sie auch sichtbar sein, selbst wenn kein Treiber geladen ist. Bis auf den Realtek RTL8111H gibt es dort aber keinen Hinweis auf das Vorhandensein einer weiteren Netzwerkkarte.

    Die GUI von Tahoe und iOS26 ist eine totale Katastrophe, da sie weder schön, noch funktional oder ergonomisch ist. Vom Ressourcenverbrauch durch die ganzen Transparenzen ganz zu schweigen. Geräte, die unter der vorherigen Version von macOS bzw. iOS noch flott waren, sind nun plötzlich lahm geworden. Ok, das gab es in gewissem Maße bei jeden Update, aber so deutlich wie bei Tahoe ist mir das noch nie aufgefallen. Wie gut, dass man bei jedem modernen Mac wenigstens problemlos RAM nachrüsten kann um den gestiegenen Bedarf auszugleichen.:P


    Blasse Grautöne mit viel Transparenz sind in Bezug auf Ergonomie noch viel schlimmer, denn bei schlechtem Sichtverhältnissen wird es schwer überhaupt etwas zu erkennen (trifft hauptsächlich auf Mobilgeräte zu), aber auch in einer optimalen Umgebung braucht man so länger um die relevanten Inhalte zu erfassen. Klar, man kann vieles anpassen, aber ich erwarte von einem guten System, dass es mit sinnvollen Voreinstellungen kommt und nicht den Geschmack irgendwelcher durchgeknallter Designer widerspiegelt. Aus diesen Gründen würde ich Liquid Glass nicht als Fort- sondern als Rückschritt bezeichnen und stattdessen lieber Liquid Shit als Namen für diese Technologie vorschlagen.


    Viele Architekturbedingte schwächen von macOS, wie z. B. fehlende Unterstützung für MSI-X, wurden überhaupt nicht angegangen. Stattdessen haben wir einen Haufen fragwürdiger Sicherheitsfunktionen bekommen, die eher dazu dienen den Rechner gegenüber dem Benutzer abzuschotten, als den Benutzer vor ungewollten Eingriffen Dritter zu schützen. Nach meiner Definition ist ein System sicher, wenn ich die Kontrolle über dieses habe. Apple scheint unter Sicherheit hingegen eher die Abschottung des Systems gegenüber dem Benutzer zu verstehen, so als ob man den Benutzer vor sich selbst schützen müsste. Wer so agiert, entmündigt den User und behandelt ihn wie ein kleines Kind, welches einen Vormund braucht.


    Nein, Tahoe ist wirklich kein gutes Betriebssystem und das einzig Gute daran ist, dass es den Abschied von macOS leichter fallen lässt.