[GUIDE] OpenCore Update mit Kext Updater und OCConfigCompare + Config Tweaks

  • Das Problem beim Updaten von OpenCore ist, dass mit jeder Version neue Features hinzukommen, entfernt, umbenannt und in andere Kategorien verschoben werden können. Diese Änderungen müssen in die config.plist eingepflegt werden, ansonsten bekommt man nach dem Neustart solche Fehlermeldungen:


    Je weiter zwei OpenCore Builds auseinander liegen, desto mehr ist bei einem Update zu tun und umso mehr ist dabei zu beachten. So heißt beispielsweise der Treiber "OpenRuntime.efi" bis inkl. 0.5.6 noch "FwRuntimeServices".

    Beim Update muss man diesen also nicht nur ersetzen, sondern auch einen neuen Snapshot der config mit ProperTree erstellen, um den neuen Treiber in die Config einzubinden, wenn man dies nicht von Hand erledigen möchte/kann.


    HINWEIS: Es ist sinnvoll, einen EFI Ordner, den man aus dem Internet heruntergeladen hat, nach vorangegangenem Update der Kexts erst einmal mit einem FAT32 formatierten USB Bootstick zu testen, um herauszufinden, ob er überhaupt funktioniert, bevor man sich die ganze Mühe eventuell umsonst macht. Im Zuge dessen ist zudem ein NVRAM Reset erforderlich – insbesondere wenn die EFI eine gepatchte DSDT enthält. In diesem Fall sollte zudem der Quirk "RebaseRegions" unter ACPI aktiviert sein.


    DISCLAIMER: Dies ist KEINE Anleitung zum Erstellen einer lauffähigen OpenCore-Konfiguration! Dafür bitte den OpenCore Install Guide von Dortania verwenden oder im Forum nach verbautem Mainboard suchen (siehe "Hardware") oder einen eigenen dafür Thread erstellen.


    QUICK GUIDE (für erfahrene Nutzer):

    • EFI mounten und auf USB Stick (FAT32) kopieren
    • ACHTUNG: Bootstrap deaktivieren, neu starten, NVRAM Reset durchführen (vor Update auf 0.6.6 und neuer)
    • OpenCore Package herunterladen und entpacken
    • Boot, OpenCore.efi, Drivers, Kexts und Tools im EFI Ordner des USB Sticks ersetzen
    • config.plist mit Sample.plist vergleichen (OCConfig Compare)
    • Neue/Fehlende/Geänderte/Gelöschte/Verschobene Einträge in config.plist einbinden, speichern
    • config.plist mit ocvalidate validieren und ggf. Fehler korrigieren
    • von USB Stick booten (ggf. NVRAM Reset benötigt)
    • bei Erfolg EFI-Ordner auf Festplatte durch den vom USB Stick ersetzen


    STEP-BY-STEP GUIDE (für alle Anderen)

    I. Benötigte Tools:


    1. Terminal: nvram 4D1FDA02-38C7-4A6A-9CC6-4BCCA8B30102:opencore-version (zeigt verwendeten Build an)


    2. MacDown: Kostenloses Tool zum Lesen/Bearbeiten von Markdown-Dateien wie der "Changelog.md", die jedem OpenCore Packge unter "Docs" beiligt. Wichtige Schlüsselbegriffe, auf die man beim Lesen des Changelogs achten sollte, sind:

    • Added
    • Changed
    • Removed/Deleted
    • Renamed

    Falls auf einen dieser Begriffe hellgrauer unterlegter Text in einfachen Anführungszeichen folgt, ist wahrscheinlich ein Eingriff in die config.plist erforderlich ist. Wenn man das Changelog auf diese Weise liest, sieht man sofort, ob man einfach nur die neusten Dateien im EFI-Ordner ersetzen oder ob man zusätzlich noch die config.plist bearbeiten muss:



    MERKE: Sobald einer der o.g. Schlüsselbegriffe im Changelog auftaucht, muss man seine Config bei einem Update anpassen, um Fehlermeldungen zu vermeiden!

    2. Kext Updater

    Das wohl praktischste und nützlichste Tool zum Downloaden von OpenCore/Clover, Treibern und Kexts. Zudem bietet es weitere nützliche Funktionen wie das Prüfen der OpenCore Config, updaten von Kexts in EFI-Ordnern, die nicht in der ESP liegen, sowie das Erstellen von EFI-Backups, etc. Must have.

    3. ProperTree zum Bearbeiten und Erstellen von Snapshots der Config.plist. Ich verwende eine Kombination aus PlistEditPro zum Editieren und ProperTree zum Erstellen von Snapshots.


    4. OCConfigCompare

    Ein Python Script für den Vergleich zweiter OC config.plists. Wenn man vorher noch keine Python-Anwendungen auf seinem Mac verwendet hat, wird Terminal den Download von Python starten und es automatisch installieren.


    II. Beispiel 1: OpenCore Update eines heruntergeladenen EFI-Ordners


    Angenommen, ich möchte mein Lenovo T530 Notebook mit OpenCore betrieben und dazu den EFI-Ordner von Sascha77 verwenden und diesen von v 0.5.9 auf die aktuellste Version updaten. Nachdem ich zuvor sichergestellt habe, dass sein EFI-Ordner bei mir auch funktioniert, gehe ich wie folgt vor, um OpenCore, Drivers, Kexts und config.plist zu aktualisieren.

    WICHTIG: In diesem Abschnitt fummeln wir nicht an der system-internen EFI herum, sondern bereiten erst mal nur den EFI Ordner vor, den wir dann mit einem bootfähigen USB testen, um sicherzustellen, dass die Kiste damit auch startet!

    1. Schritt: EFI-Ordner herunterladen und entpacken. Ordner-Struktur von OpenCore in der Übersicht:


    Da heruntergeladene EFI-Ordner meistens keine Versionsinfos enthalten, ist das Änderungsdatum ein guter Indikator, um beurteilen zu können, wie aktuell ein Build ist. Wenn man allerdings schlau ist, bringt man Infos zum Build in der Config in auskommentierten Zeilen (#) unter:



    2. Schritt: Download von OpenCore, Treibern und Kexts.



    Wir starten Kext Updater, klicken auf "Bootloader" und laden Folgende Dateien herunter:

    • Links "OpenCore" auswählen
    • Rechts "OpenCore" auswählen und auf Download klicken
    • Danach rechts "OCBinaryData" auswählen und ebenfalls herunterladen

    Auf dem Desktop wird der Ordner "Kext-Updates" angelegt, in dem sich alle Dateien befinden, die Kext Updater herunterlädt.

    Als letzten Schritt mit Kext Updater aktualisieren wir die Kexts des heruntergeladenen EFI-Ordners "EFI Sascha". Dazu klicken wir auf "Werkzeuge", wählen den in Schritt 1 heruntergeladenen EFI-Ordner aus und klicken auf "Kext Update":

    Zum Aktualisieren von Kexts der system-internen EFI klickt man im Hauptfenster stattdessen einfach auf "Prüfen".


    Nachdem der Download abgeschlossen ist, enthält der Kext-Update Ordner nun 1) die aktuelle OpenCore Version, 2) die aktuellen EFI Driver sowie 3) alle aktuellen Kexts (jeweils in Unterordnern) für den EFI-Ordner von Sascha:


    3. Schritt: Update von OpenCore, Treibern, Kexts und Einpflegen aktualisierter Einträge in config.plist


    3.1 Bootstrap.efi entfernen (ab OpenCore v0.6.6) Mehr Infos hier

    WICHTIG: Vor dem Update von OpenCore auf 0.6.6 und neuer zunächst folgende Schritte durchführen, falls Bootstrap aktiviert sein sollte, um es aus dem BIOS zu entfernen:

    • config.plist öffnen
    • BootProtect suchen [CMD+F]
    • None eintragen, falls Bootstrap oder BootstrapShort eingetragen ist
    • config speichern
    • neu starten
    • Im Bootpicker NVRAM Reset durchführen
    • macOS booten
    • EFI mounten
    • EFI > OC > Bootstrap Ordner löschen
    • mit Schritt 3.2 fortfahren

    3.2 OpenCore Update: Dies ist zunächst Copy/Paste-Arbeit, die sich am einfachsten mit zwei Finder Fenstern bewältigen lässt. In einem Fenster öffnet man den EFI-Ordner der aktualisiert werden soll (hier links), im zweiten öffnet man den "OpenCore" Ordner unter Desktop > Kext-Updates (rechts):



    Nun ersetzen wir zunächst per drag-and-drop bzw. copy/paste alle im linken Zielordner vorhandenen Dateien, darunter:

    • EFI > BOOT > BOOTx64.efi
    • EFI > OC > BOOTSTRAP > Bootstrap.efi (falls im Zielordner vorhanden) ab Version 0.6.6 nicht mehr erforderlich
    • EFI > OC > Drivers (nur bereits vorhandene .efi-Dateien ersetzen)
    • EFI > TOOLS > Tools im Unterordner ersetzen (sofern vorhanden)
    • EFI > OC > OpenCore.efi

    MERKE: Diese Dateien sind bei bei jedem Update von OpenCore zu ersetzen!


    3.3 Update von Treibern, die nicht Bestandteil des OpenCore Packages sind
    Wie man im Screenshot oben sieht, enthält der Ordner "Drivers" den Dateisystem-Treiber HfsPlus.efi der nicht Bestandteil der OpenCore Packages ist. Dieser befindest sich im Ordner "OcBinaryData-master":

    Auch diesen kopieren wir nach EFI > OC > Drivers. Der "Resources" Ordner enthält alle notwendigen Dateien für das Bootmenü: Icons, Fonts und Audiodateien für die Sprachsteuerung inkl. Boot Chime (letzte Datei).


    HINWEIS: Da fast jedes System unterschiedlich ist, können sich noch weitere Treiber im Zielordner befinden.


    3.4 Update von Kexts

    Als letztes aktualisieren wir die Kexts im Zielordner links durch die neuen (rechts). Dabei kopieren wir ausschließlich Dateien mit der Endung .kextkeine Ordner (siehe gif-Animation im Anhang). Das Update der Dateien wäre somit abgeschlossen. Im letzten und anspruchsvollsten Schritt muss nun noch die config.plist aktualisiert werden.


    4. Schritt: Änderungen in config.plist übernehmen


    4.1 Als erstes duplizieren wir unsere config.plist und benennen sie um (als Fallback, falls etwas schief gehen sollte).


    4.2 Nun starten wir OCConfigCompare.command, geben "3" ein, ziehen die sample.plist aus Kext Updates > OpenCore > Docs in das Fenster und drücken "Enter":

    Als nächstes geben wir "4" ein, drücken Enter und ziehen die config.plist des Zielordners (hier: "EFI Sascha") in das Fenster und bestätigen wieder mit Enter. Am Ende haben wir dann einen Eintrag unter "Current Config" und unter "OC Sample Config":

    Nun geben wir "5" ein, um beide plists miteinander zu vergleichen. Dabei kommt in diesem Fall folgendes heraus. Wir konzentrieren uns zunächst nur auf den oberen Teil "missing values from User plist":

    Die unter "Missing from User plist" aufgelisteten Elemente sind Einträge, die in der config.plist entweder fehlen oder mittlerweile anders heißen.


    Als nächstes öffnen wir unsere config sowie die sample.plist und ordnen die Fenster so an, dass wir sowohl die Einträge der Sample.plist (rechts) nach links in die config.plist ziehen können als auch das OCConfigCompare Fenster sehen können.


    Jetzt arbeiten wir die Einträge in OCConfigCompare Zeile für Zeile ab. Man kann zwischenzeitlich speichern und in OCConfigCompare ins Hauptmenü zurückkehren und den Vergleich mit "5" wiederholen, um zu sehen, ob die Liste schon kürzer geworden ist.


    Der erste Eintrag lautet: "config.plist -> ACPI - Missing Key: Delete".



    Wir sehen: das Array "Block" unter ACPI (links) wurde im Zuge der Entwicklung in "Delete" umbenannt, Also benennen wir das Array ebenfalls in "Delete" um.


    Alles Weitere sieht man dann in diesem Screencapture:


    [External Media: https://youtu.be/y0F0Q1X-flI]


    Fortsetzung in Post #3

  • 5T33Z0

    Changed the title of the thread from “[GUIDE] OpenCore Update Workflow mit Kext Updater und OCConfigCompare (WORK IN PROGRESS)” to “[GUIDE] OpenCore Update Workflow mit Kext Updater und OCConfigCompare”.
  • 5T33Z0

    Set the Label from In Arbeit to Erledigt
  • Finde ich absolut Klasse, alle zur Verfügung stehenden Daumen nach oben :D


    Hab mich immer davor gescheut OC auf die neueste Version zu bringen. Hab 30 Minuten dafür gebraucht, auf USB zum probieren. Läuft. 0 Probleme. Danke für den Aufwand

    Gigabyte Z490 Vision G
    Intel Core i7-10700k
    Ram 32GB DDR4
    AMD RX 570

    • Helpful

    FORTSETZUNG:

    4.3 LÖSCHEN veralteter/nicht mehr verwendeter Einträge aus der config.plist

    Ich habe im ersten Teil des Tutorials vergessen, dass man am Ende noch die Einträge aus der Config entfernen muss, die im Zuge der Entwicklung gelöscht oder umbenannt wurden. Allerdings sind mir die Zeichen ausgegangen, deswegen mache ich hier weiter.


    Wir werfen jetzt einen Blick in den unteren Teil der Liste von OCConfigCompare in der es heißt "Missing from Sample.plist":

    Bei den anderen Einträgen nehmen wir das changelog zu Hilfe. Wir kopieren den Namen der einzelnen Keys und suchen sie im changelog (CMD+F für "Find"):

    Wir stellen fest: "ProtectCSMRegion" wurde durch "ProtectMemoryRegions" ersestzt. Jetzt müssen wir prüfen, ob "ProtectMemoryRegions" dieselben Parameter verwendet, wie "ProtectCSMResion". In diesem Fall nicht:

    Also löschen wir in diesem Beispiel "ProtectCSMRegion" und setzen "ProtectMemoryRegion" auf "YES":


    Und so hangeln wir uns durch die restlichen Einträge. Einträge unter "Device Properties" können wir ignorieren. Also zusammenfassend:

    • Begriff/Key aus OCConfigCompare kopieren
    • Begriff im Changelog suchen
    • herausfinden, was mit dem Feature geschehen ist (Moves/Removed? Replaced? Renamed?)
    • falls "Removed", schauen, was stattdessen verwendet wird. mit altem Eintrag vergleichen, anpassen und den alten Eintrag aus config.plist löschen
    • falls "Replaced/Renamed" prüfen, ob Einstellungen des neuen Features (YES/NO) noch zum ursprünglichen EIntrag passen und ggf. anpassen.

    Danach speichern und config erneut überprüfen. Wenn es am Ende so aussieht, sind wir fertig. Einträge zu DeviceProperties kann man ignorieren. Ebenso Type Differences wenn der entsprechende Parameter mehrere Daten-Typen zulässt (bspw. sowohl Data als auch String):



    4.4 OpenCore Config Tweaks

    Sicherheitseinstellungen: Den Single User Modus sollte man deaktivieren, da man damit den Passwortschutz des Admin Accounts umgehen kann. Dazu folgenden Eintrag setzen:


    Misc > Security > DisableSingleUser = Yes


    Bootprobleme beheben: Falls das System nicht startet und direkt beim Bootlogo ohne Fortschrittsbalken hängen bleibt, sollte man folgende Einstellungen ändern:


    Misc > Security > Vault = Optional Deaktiviert File Vault. Kann Systemstart verhindern, falls es auf "Secure", steht aber nicht korrekt konfiguriert ist.


    Misc > Security > SecureBootModel = Disabled. Ich hatte bisher immer Probleme damit, dass Rechner nicht booten, wenn dieses Feature auf "Default" steht. Man sieht dann nur das Apple Logo, aber es passiert nichts weiter. Deswegen deaktivieren, falls es Probleme beim Booten gibt.


    System Integrity Protection (SIP) deaktivieren


    Unter NVRAM > Add > 7C436110-AB2A-4BBB-A880-FE41995C9F82 folgenden Wert für csr-active-config von 00000000 ändern auf:


    FF030000 (für High Sierra)

    FF070000 (für Mojave/Catalina)

    FF0F0000 (für Big Sur*)


    *ACHTUNG: Wenn man SIP unter Big Sur deaktiviert, funktioniert die Update Funktion von macOS unter Umständen nicht mehr richtig und man bekommt keine Updates angeboten. In diesem Fall csr-active-config wieder auf 00000000 umstellen.


    Damit man nach der Änderung des CSR Werts und Neustart nicht jedes Mal einen NVRAM Reset durchführen muss, fügen wir unter NVRAM > Delete > 7C436110-AB2A-4BBB-A880-FE41995C9F82 csr-active-config als Parameter hinzu.


    Dieser Wird dann bei jedem Neustart aus dem NVRAM gelöscht und durch den unter "Add" eingetragenen Wert ersetzt. Sehr nützlich wenn man mehrere macOS Versionen installiert hat, die unterschiedliche CSR-Werte verwenden.


    Das sieht dann so aus:Um zu testen, ob die Einstellungen nach Neustart übernommen wurden, csrutil status nach Neustart ins Terminal eingeben. Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

    Code
    1. Configuration:
    2. Apple Internal: enabled
    3. Kext Signing: disabled
    4. Filesystem Protections: disabled
    5. Debugging Restrictions: disabled
    6. DTrace Restrictions: disabled
    7. NVRAM Protections: disabled
    8. BaseSystem Verification: disabled


    Bootverhalten von OpenCore anpassen


    Folgende Einstellungen in der Config ändern, um das Bootverhalten von OpenCore zu verändern. Es gibt natürlich noch mehr Optionen, aber dies sind die gängigsten Varianten.


    Startlaufwerk ("Default") im BootPicker ändern:

    • AllowSetDefault = Yes
    • ShowPicker = Yes
    • Im Boot-Picker: Laufwerk/Partition auswähen
    • [STRG] halten und [ENTER] drücken

    Apple Hotkey Funktionen aktivieren:

    • PollAppleHotKeys = Yes

    Aktiviert die vom Mac bekannten Tastenkombinationen, um Bootmodi wie Verbose Mode, Safe Mode, Single User Mode, etc. zu nutzen. Details siehe Docs > Configuration.pdf, die dem OpenCore Package beiliegt.


    Boot-Option 1: Auswahl des Betriebssystems ohne GUI (Standard)

    • PickerMode = Builtin
    • ShowPicker = Yes

    Boot-Option 2: Auswahl des Betriebssystems mit GUI (benöigt OpenCanoy und Resource Files)

    • PickerMode = External
    • ShowPicker = Yes

    Boot-Option 3: immer vom als "Default" definierten Volume starten

    • PickerMode = Default
    • ShowPicker = No

    Boot-Option 4: automatisch macOS starten, ohne Betriebssytsem-Auwahl

    • PickerMode = BootApple
    • ShowPicker = No

    Verhindert, dass bei deaktiviertem Picker versehentlich WIndows oder ein anderes OS gestartet wird, wenn man zuvor vergessen hat, die macOS Disk/Partition als Startvolume ("Default") zu deklarieren. Passiert öfter, als man denkt.


    Boot beschleunigen

    • ConnectDrivers = No

    Falls es nach dem Einschalten des Rechners sehr lange dauert (8 Sekunden oder länger), bis der BootPicker erscheint, kann man mit dieser Option die Wartezeit verkürzen – insbesondere bei Lenovo Notebooks. Allerdings muss man dann auf den Boot-Chime verzichten, da der Audio-Treiber AudioDxe.efi in diesem Fall nicht gestartet wird.


    Probleme mit NVRAM Reset beheben


    Es gibt BIOS-Varianten, bei denen der integrierte NVRAM Reset von OpenCore Probleme verursachen kann. Symptome: man kommt nicht mehr ins BIOS oder bestimmte Parameter im NVRAM (wie boot-args) werden nicht geändert/angewendet, etc. Daher liegt dem OpenCore Paket unter Tools CleanNvram.efi bei, das soll bei solchen Problemen besser funktioniert. Falls Probleme im Zusammenhang VRAM Reset auftreten, folgendes tun.

    • Misc > Security > AllowNvramReset = no (deaktiviert internes NVRAM Reset Tool - ansonsten hat man den Eintrag im BootPicker doppelt)
    • CleanNvram.efi nach EFI > OC > Tools kopieren
    • neuen Snapshot der Config erstellen oder Tool manuell in Config einpflegen.

    Wer möchte, kann man den Eintrag im BootPicker ausblenden, sodass er erst beim Drücken von Leertaste erscheint:

    • Misc > Boot > HideAuxiliary = yes
    • Unter Misc > Tools "ClenaNvram" finden und "Auxiliary" auf "yes" setzen

    Ansonsten würde ich nachschauen, ob es vielleicht ein BIOS Update gibt, das generelle Probleme behebt.


    Falsche OpenCore Versionsinfo koriigieren


    Es kann vorkommen, dass die im NVRAM hinterlegte OpemCore Versionsinfo nicht automatisch aktualisiert wird und deswegen in KextUpdater und Hackintool falsch angezeigt wird. Zwar wurde dieses Problem in OC 0.6.7 dadurch behoben, dass die Info gar nicht erst in den NVRAM geschrieben wird, aber sie wird dennoch so lange falsch angezeigt, bis man sie rauslöscht.


    Dazu unter NVRAM > Delete > 4D1FDA02-38C7-4A6A-9CC6-4BCCA8B30102 ein neues Kindelement erzeugen und als Wert opencore-version eintragen und config speichern. Nach Neustart sollte dann wieder die richtige OC Version angezeigt werden.


    5. Schritt: EFI Ordner auf USB Bootstick kopieren und Boot testen

    • macOS USB Stick Installationsstick oder FAT32 formatierten USB Stick anschließen
    • EFI Partion des USB Installationssticks mounten (z.B. mit MountEFI). Entfällt bei FAT32 formatierten USB Stick!
    • EFI Ordner auf EFI-Partition kopieren (die anderen Ordner im Root-Verzeichnis ignorieren):

    • neustarten
    • BIOS Bootmenü aufrufen (oft F12)
    • USB-Stick auswählen
    • Festplatte mit macOS auswählen und starten
    • Wenn der Bootvorgang klappt: Herzlichen Glückwunsch!
    • Letzter Schritt: EFI-Ordner der Festplatte mounten und durch EFI Ordner auf Bootstick ersetzen

    Falls der Bootvorgang fehlschlägt: neustarten von der Festplatte und Backup der originalen config.plist mit der aktualisierten config.plist vergleichen und prüfen, ob und welche Einstellungen abweichen. Diese anpassen, config speichern, auf den USB Stick kopieren und den Boot vom Stick erneut testen. Vorgang wiederholen, bis bis alles funktioniert.


    VIEL ERFOLG!


    Unterschiede zwischen sample.plists einzelner OC Releases, siehe Post 11

  • Da hat sich jemand 5T33Z0 aber richtig Arbeit gemacht und Mühe gegeben! Sehr gut! :top:

  • 5T33Z0

    Ich finde das auch richtig Klasse von dir, echt Respekt wie detailliert du diese Sachen beschrieben hast.😎

    Hast mein Leben ungemein erleichtert, hast dich ja richtig reingehängt, einfach nur wooow...


    Toll das es so nette Menschen hier im Forum gibt.

    Werde das die Tage auch Mal durchgehen, und danach berichten.


    :danke2:

  • NEWS:


    Hab gerade ein Update auf Build 0.6.2 vom 03.10.2020 durchgeführt und mich gewundert, warum ich einne "No Schema Found" Fehlermeldung für DummyPowerManagement für Kernel > Quirks bekomme.


    Ursache: der Eintrag DummyPowerManagement wurde von Kernel > Quirks in die Kategorie Kernel > Emulate verschoben.

    Wird in OCConfigCompare auch unter "Missing from Sample.plist" aufgelistet. Also diesen Eintrag aus Kernel > Quirks nach Kernel > Emulate verschieben.


    Habe mir auch OCListMerge als mögliche Alternative zum Updaten von OpenCore angesehen. Es ist mir allerdings zu risky für updates, weil es bereits geänderte Settings wieder auf default zurückstellen kann, wenn man nicht aufpasst. Zudem sieht man damit auch nicht so fix, welche Einträge neu und geändert sind. Zum Vergleich der Eintäge zweier config Listen und ihren Einstellungen halte ich es allerdngs für sehr nützlich bei der Fehlersuche. Muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden, was er benutzen möchte.

  • Und an dieser "News" sieht man mal wieder wieso OpenCore external Tools derzeit noch unsinnig sind.

    die Entwickler kommen nicht hinterher mit dem was Opencore ändert mit jedem Release und dann wundern sich viele wieso dann Fehler kommen.


    KEIN SUPPORT PER PN!

    julian.png

  • 5T33Z0


    Hast du das schon mit dem Tool von Brumbaer abgeglichen

    OCListMerge - Config.plist vergleichen und mischen.

  • 5T33Z0

    Tipp: USB-Bootstick einfach als „MS-DOS (FAT)“ formatieren (MBR, Master Boot Record). Wahrscheinlich liegt der - nicht weiter behandelt - eh so vor. Einfach EFI-Ordner rein kopieren, fertig.


    Vorteil: man muss nix extra mounten. Das Ganze funktioniert so trotzdem, weil letztendlich die versteckte EFI-Partition eh so vorliegt innerhalb der GPT.

    ASUS PRIME X299-DELUXE i9-7900X • DDR4 64GB • SSD 960 PRO 1TB • Thunderbolt3 Titan Ridge • 2x AMD Radeon RX Vega 64

    ASUS WS X299 SAGE/10G i9-10980XE • DDR4 64GB • SSD 970 PRO 1TB • Thunderbolt3 Titan Ridge • 2x AMD Radeon VII • DeckLink 4K Extreme 12G


    Ordnung ist die primitivste Form von Chaos. (Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger)

  • UPDATE::: Sample.plist differences/changes between OC Releases


    GREEN = added Item

    BLUE = moved Item

    RED = deleted/replaced/renamed Item


    #######################################################

    # OC Config Compare #

    Sample.plist Changes from OC 0.6.6 to 0.6.7 (Work in Progress)

    #######################################################


    Sample_066.plist -> UEFI -> Output - Missing Key: GopPassThrough

    Sample_067.plist -> UEFI -> Input - Missing Key: KeyMergeThreshold


    >> Actions when updating from v 0.6.6 to 0.6.7:

    • Copy green entries from v067 sample.plist to config.plist

    • Delete red entries from config.plist


    #######################################################

    # OC Config Compare #

    Sample.plist Changes from OC 0.6.5 to 0.6.6

    #######################################################


    Checking for values missing from User plist:


    Sample_065.plist -> Kernel -> Quirks - Missing Key: SetApfsTrimTimeout

    Sample_065.plist -> Misc -> Boot - Missing Key: LauncherOption

    Sample_065.plist -> Misc -> Boot - Missing Key: LauncherPath

    Sample_065.plist -> PlatformInfo - Missing Key: UseRawUuidEncoding

    Sample_065.plist -> PlatformInfo -> Generic - Missing Key: MaxBIOSVersion

    Sample_065.plist -> UEFI -> Quirks - Missing Key: DisableSecurityPolicy


    Sample_066.plist -> Misc -> Security - Missing Key: BootProtect


    >> Actions:

    • Copy green entries from sample.plist to user config.plist when updating from v 0.6.5 to 0.6.6.

    • Delete BootProtect entry from your config.plist


  • 5T33Z0 Tausenddank für deine Mühe und den großartigen Guide welchen du hier geschaffen hast. Nur ein Daumen "hoch" reicht hier nicht! *Respekt*


    :danke2:

    Grüße

    Leggalucci


    Asus Prime Z390-A 1502 | i9 9900k | 48GB | AMD RX580 4GB | NVMe 500 GB | BCM94360CS2 | macOS 11.1 | OpenCore

  • - macOS USB Stick Installationsstick anschließen (alternativ geht auch ein FAT32 formatierten USB Stick mit EFI Ordner)

    - EFI Partion des USB Sticks mounten (bspw. mit MountEFI)

    - EFI Ordner auf EFI-Partition kopieren (die anderen Ordner im Root-Verzeichnis ignorieren):

    Habe ich gemacht und wenn ich dann den stick im OC Menü auswähle wird alles schwarz und er geht wieder in das OC Menü.


    Edit:


    5T33Z0 Danke für den Guide es funktioniert alles.

    Kann ja von nichts bPoren wo nichts zu booten ist.


    aber nich eine Frage.

    Wo kann man die OC Treiber herunterladen?

    Edited once, last by Melone ().

  • Melone Ich empfehle dir OpenCore über den Kextupdater von Sascha_77 zum Download.

    Grüße

    Leggalucci


    Asus Prime Z390-A 1502 | i9 9900k | 48GB | AMD RX580 4GB | NVMe 500 GB | BCM94360CS2 | macOS 11.1 | OpenCore

  • Leggalucci der Hpfs Treiber ist aber nicht drin

  • Melone den kannst du auf Github downloaden

    Grüße

    Leggalucci


    Asus Prime Z390-A 1502 | i9 9900k | 48GB | AMD RX580 4GB | NVMe 500 GB | BCM94360CS2 | macOS 11.1 | OpenCore

  • Oh überlesen danke

  • Mit der Anleitung hab ichs geschafft als Noobie auf BigSur zu updaten. Vielen Dank aus ganzem Herzen :)

  • Frage: update von oc ,63 auf .64

    bei OC-Config Compare :

    Checking for values missing from Sample:


    Sample.plist -> DeviceProperties -> Add - Missing Key: PciRoot(0x0)/Pci(0x2,0x0)

    Dieses Item steht in meiner Config.plist aber nicht in der Sample.plist oder change.log

    Ich bin mir unsicher, was ich da tun muß.

    asus Z-170M Plus,intel i7-6700k,Enermax Liqmax 2, 2x8gb Crucial, Samsung NVMe SSD 950pro 500gb, ssd samsung EVO 840 500gb, ssd samsung EVO 860 5000gb,SanDisk SSD 500GB,bequiet Straight power 10 500W,Slimtype DVD, win 10 pro 64bit,Linux Mint, MacOS-BigSur, Fractal Design NODE 804 gehäuse.

    Edited once, last by errut ().