WWDC 2020 - ARM Macs?

  • Wirtschaftlich bedeutet, dass Apple natürlich erst die Topseller umstellt und das ist weder ein iMac Pro, geschweige denn ein macPro. Daher werden die beiden auch als letztes umgestellt.

    Und der Übergang geht nur 2 Jahre, also wir der letzte mac Ende 2022 umgestellt. Wie lange dann noch macOS Versionen herauskommen, die auch auf intel laufen, können wir nur mutmaßen. „Years to come“ ist halt ein wenig vage.

    Some men see things as they are and say 'why?', I dream things that never were and say 'why not?'

  • Ich denke mal, die werden die Käufer eine Mac Pro für irgendwas um die 30.000€ nicht derart verärgern, dass die Kiste in 3 Jahren unbrauchbar sein wird. Etwas länger wird Rosetta schon noch machen! Aber auch in 5 Jahren würde ich einen Mac Pro für einen derart hohen Preis noch nutzen wollen! Daher bin ich froh, dass ich mir die Kiste nicht gekauft habe! :-) Jetzt tut mein Hackintosh noch für einige Jahre und dann kann ich mir in Ruhe ansehen, was Apple an den Start gebracht hat.

  • Die wenigsten haben den gekauft, sinnvoller ist Leasing. Und die Verträge sind rum, da muss eh was neues her. Und das leistungsfähigste sollte es sein, völlig Wurscht, was da konkret drin steckt. Muss funktionieren und knallen.


    Jemand der sich so ein Gerät kauft und glaubt damit 10 Jahre hinzukommen, hat an mehreren Punkten etwas falsch gemacht.

    ASUS PRIME X299-DELUXE i9-9940X • DDR4 64GB • SSD 960 PRO 1TB • Thunderbolt3 Titan Ridge • 2x AMD Radeon RX Vega 64 • BMD Intensity Pro 4K

    ASUS WS X299 SAGE/10G i9-10980XE • DDR4 64GB • SSD 970 PRO 1TB • Thunderbolt3 Titan Ridge • 2x AMD Radeon VII • BMD DeckLink 4K Extreme 12G


    Ordnung ist die primitivste Form von Chaos. (Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger)

  • ich denke in 2 oder 3 Jahren wird keiner mehr der stromfressenden Zimmerheizung namens Intel nachtrauern.


    Ich konnte dieses Wochenende einen Mac mini mit 16GB RAM testen, und mal einiges an Software probieren.

    Und ich muss sagen, bis auf Programme die massiv auf GPUs (OpenCL) oder wirklich Multicore optimiert sind, rennt der kleine Kasten wie blöd!


    Ich konnte es ja selber nicht glauben, aber die Videos im Netz erzählen keinen Blödsinn.


    Generell fand ich, Mac OS lief flüssiger auf dem M1. Ich kann's nicht erklären, aber da flutscht alles. Die extrem schlecht programmierten (gerne mal nur 1 Core ausgelastet) Adobe Programme, wie z.B. InDesign laufen absolut flüssig! Sogar die Apple GPU wird erkannt (mit knapp 10GB Video RAM), und es gibt volle Unterstützung.


    Tests mit Photoshop, Lightroom usw. findet man genügend im Netz. Die stimmen auch, keine gravierenden Performance Einbrüche, arbeiten kann man mit dem M1 prima. Gleiches bei Video, 4k h.264.... leck mich!


    Das einzige wo mich nicht ganz so überzeugte, war Capture One. Das ist einfach zu sehr auf OpenCL hin optimiert, da bin ich GPU Power + 18 Kerne gewöhnt. Da gibt's bei großen RAWs schon die ein oder andere Gedenksekunde, aber ich denke das dürfte sich mit der nächsten Generation Apple Silicon + Software-Portierung erledigt haben.


    Und das beste daran, das Teil ist leise, und hat zusammen mit 2 4k Monitoren, einem USB-C Dock, SSD und Cardreader und kleinen Aktivlautsprechern, gerade mal 84W aus der Steckdose unter Last gezogen!


    Klar sieht ein M1 Chip bei synthetischen Multicore-Benchmarks wie Cinebench kein Land, aber es ist die erste Generation Chips, und das sind die einfachsten Einstiegsgeräte. Jeder prof. Anwender, der z.B. Rendering macht, oder mit 64 Audiospuren arbeitet, ist ja überhaupt nicht die Zielgruppe. Die werden noch bedient :)


    Größter Kritikpunkt: beim Kauf entscheiden was man will, aufrüsten ist nicht. Irgendwas intern upgraden gibt's nicht. eGPU ist bisher auch nicht vorgesehen. Das ist halt genau Apples Traum, jedes Gigabyte an Speicher teuer verkaufen.



    Aber: für alle alltäglichen "normalen" Aufgaben, reicht die Leistung+Speicher locker aus, jeder der jetzt schon massiv in Hardware (CPU+GPU) investiert hat, muss halt prüfen, ab wann seine Anwendungen flotter, oder gleich schnell laufen auf der neuen Plattform.


    Für Hobby Videoschnitt, Bildbearbeitung, RAWs entwickeln, würde ich keine massiven Geldsummen mehr in einen Intel (Hackintosh) stecken. Wenn man kein Windows will, braucht oder nicht mal hat, sich mit Hardware zusammenstellen und Bau schwer tut, klare Empfehlung: Mini oder Air kaufen, einstöpseln und loslegen.


    Die ehemaligen Intel-Einstiegs-Geräte brennt die neue Generation eh in Grund und Boden. Einen i5 oder i7, der bei 100° Tee kocht, braucht keiner mehr. Vermutlich ist Apple jetzt mit diesem Schritt wirklich der goldene Schnitt gelungen.


    Die Geschichte dreht sich gerade um, wer kann sich noch an die Präsentation erinnern?

    [meld]


    genau



    der Schock für die eingefleischten Apple-Fans



    uns so lange hat's ha nicht gedauert...


    Genau ein Mac OS wurde noch neu parallel entwickelt/verkauft



    danach kam



    :)

  • FriFlo

    Warum sollte denn ein macPRO in 3 Jahren unbrauchbar werden?


    Zuerst einmal ist der klassische macPRO Nutzer ein (wirklich) professioneller Nutzer; ein Studio, eine Firma...whatever. Da bestehen in der Regel 3-jährige Abschreibefristen.

    Desweiteren ist frühestens in 5 Jahren mit einem Supportende zu rechnen, da ja noch intel basierte macs in der Pipeline sind.


    Und zu guter Letzt stellt die Kiste ja ihren Dienst nicht einfach ein, weil keine neue macOS Version herauskommt. Erfahrungsgemäß sind OS-Updates im professionellen Umfeld eher ein nachgelagertes Problem, bzw. werden oftmals sogar bewusst unterlassen, weil Tool A unter einer bestimmten Version nicht mehr läuft, man sich keine Downtimes leisten kann oder weil der Admin schlicht nach der "never change a running system" Devise lebt.

    Für mich steht fest:
    Sobald tatsächlich der Leidensdruck für ein OS-Update so hoch wird, dass ich es nicht mehr aufschieben kann, ist vmtl. auch meine Hardware so stark veraltet, dass ohenhin eine neue her muss.

    Some men see things as they are and say 'why?', I dream things that never were and say 'why not?'

  • Also:


    1) Was ist ein "Pro-User? Jemand, der das Gerät professionell - also zu Arbeitszwecken einsetzt. Das heißt nicht, dass die Person eine bestimmte Summe pro Jahr verdienen muss oder nach drei Jahren einen Gegenstand abgeschrieben haben muss. Ich z.B. betreibe ein Tonstudio und mache Filmmusik. Ich bin also definitive Pro-User, wenn es auch momentan nicht so super läuft und ich in dem Jahr mit meinem Zweitjob gerade das meiste verdient habe. Weder habe ich meine früheren Mac-Pros nach 3 Jahren erneuert, noch ist festgeschrieben, wie lange ich sie abschreiben muss. Das ist durchaus flexibel im Steuerrecht. Wenn ich mal in einem Jahr Geld wie heu machen - ja! Dann kann es sein, dass ich mir wegen der Steuer schon mal einen neuen Computer oder etwas anderes für's Studio hole, obwohl das alte noch seinen Dienst tut. Aber mit Pro oder nicht hat das doch rein gar nichts zu tun ... ausschließlich mit aktuellem finanziellem Erfolg. Zudem gibt es immer andere Sachen, die man für sein Tonstudio kaufen kann, wenn der alte Computer noch gut läuft ...


    2) Mit dem aktuellen Mac Pro hatte ich geliebäugelt, aber habe mich letzten Endes dagegen entschieden. Wenn ich ihn aber gekauft hätte, dann wäre eine knapp 10 Jahre lange Nutzungsdauer der Plan gewesen. Und im Musik-Bereich hätte er auch so lange seinen Dienst getan. Es gibt schließlich immer noch Leute die jetzt einen 2010er Mac-Pro im Einsatz haben. Klar! Langsam ist Schicht im Schacht damit! Aber z.B. für Musik geht das durchaus. Wie es jetzt aber aussieht, wird der jetzige Mac Pro nicht so lange aktuell bleiben ... daher bin ich wie gesagt froh, dass ich mich dagegen entschieden habe.


    3) Unbrauchbar wird der Mac Pro in 3 Jahren nicht! Wahrscheinlich kann man ihn sogar in 10 Jahren noch mit Windows betrieben. Ich bin auch nicht immer auf dem neuesten Betriebssystem. Allerdings bin ich auch nicht 3 Versionen hinterher, sonder maximal ein oder zwei Versionen ... sonst gibt es einfach zu viele Einschränkungen, welche neuen App-Versionen nicht mehr genutzt werden können. Daher ist nach meiner Erfahrung ein Mac 1 - 2 Jahre nach der Abkündigung von Apple für meinen intendierten Einsatzzweck nicht mehr brauchbar. Klar! Ich hatte meinen G5 noch Jahre mit alter Software für Office-Zwecke laufen! Aber dafür war er dann doch ein bisschen teuer im Einkauf ... :-)

  • Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Der macPRO wird erst ab einem bestimmten Preisniveau tatsächlich lohnend und das sind dann Regionen (gerade wenn man noch zwei Pro Display XDR dazu nimmt) mit denen sich zu 90% eben große Firmen beschäftigen. Für das was weithin von vielen als "Professionell" angesehen wird, reicht auch ein iMac PRO oder gar ein voll ausgestatteter iMac (oder eben ein gut gebauter Hack).


    Das ist meine Definition von Professionell. Und damit möchte ich Dir nicht zu nahe treten, aber ich behaupte (und Deine letztliche Entscheidung scheint das ja auch zu bestätigen), dass ein macPro, wie gesagt erst ab einer bestimmten Ausbaustufe; die Standardkonfiguration ist ja eher ein Witz, selbst für Dich ein Overkill gewesen wäre, zumindest aber in keiner Relation von Preis zu (abgerufener) Leistung gestanden hätte.

    Nochmal:
    Ich denke, dass es noch mindestens 3 Major Versionen für intel macs geben wird, also noch bis macOS 14 (von den Nachkommastellen für Hauptversionen scheint Apple ja mit BigSur abgekommen zu sein). Danach nich mind. 1 Jahr Sicherheitsupdates. Dann sind wir im Jahre 2024 und das Modell ist bereits 5 Jahre alt. Das wäre bereits im Prosumer Bereich eine Ewigkeit, bei der Geschwindigkeit mit der Möglichkeiten und Ansprüche steigen. Und selbst dann werden weder alle anderen Softwarefirmen ihren Support auch einstellen, noch hören die Programme auf zu funktionieren. Ich würde daher nicht sagen, dass man in irgendeiner Weise enttäuscht sein muss, wenn der Support endgültig ausläuft. Das ist zumindest meine Meinung.

    Some men see things as they are and say 'why?', I dream things that never were and say 'why not?'

  • Mir wird eigentlich erst jetzt die Tragweite dieser Entwicklung klar - und damit meine ich nicht die Zukunft des Hackintosh.

    Der x86 Standard hat sich sehr lange gehalten und ist bis heute die Platform von sämtlichen schnellen Computer Plattformen.

    (Renerdfarmen und Server Cluster ausgenommen). Das hängt vor allem mit dem riesigen Software Entwicklungsangebot zusammen.


    Aber genau das hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert.

    Compiler können heute für alle möglichen Plattformen kompilieren ohne grosse Anpassungen.

    Und damit ist das Einhalten eines Standards wie x86 nicht mehr notwendig.

    Das ausgerechnet Apple jetzt die ersten PowerARM Designs raus haut - ist in der Geschichte des Computers ein Wendepunkt !

    Im Prinzip können auch andere Chip Hersteller wie AMD oder NVIDEA ARM Chips bringen mit sehr mächtiger GPU Anbindung.


    Microsoft könnte Windows 12 auf ARM veröffentlichen.


    Und innerhalb 1-2 Jahren läuft sämtliche Software auf ARM Chips.


    Und voila - wir bauen ARM- wieder dran -tosh. ;)

    XEON 14core 64RAM 2x Radeon VII Catalina

  • Im Prinzip können auch andere Chip Hersteller wie AMD oder NVIDEA ARM Chips bringen mit sehr mächtiger GPU Anbindung.

    Was meinst du warum Nvidia ARM kaufen will, ein All in one Nvidia ARM Prozessor für Auto, Desktop Bereich, Telefon usw

    CPU: AMD 3960X

    GPU: 2x RTX A5000 + WX5100

    MB: ASRock TRX40 Creator

    RAM: 256 GB ECC

    OS: Unraid / 2xWin 10 VM / macOS VM

  • Bye

    Stefan


  • Das wurde hier doch schon immer gesagt, das es nicht so einfach ist in zwei Jahren einen MacPro zu ersetzen, das gute ist PCIe4.0 wird dann auch für Intel und AMD CPUs interessant.

    CPU: AMD 3960X

    GPU: 2x RTX A5000 + WX5100

    MB: ASRock TRX40 Creator

    RAM: 256 GB ECC

    OS: Unraid / 2xWin 10 VM / macOS VM