Intel Quick-Sync mit WhateverGreen

  • CMMChris Aber das ist doch bei deiner Konfiguration sogar kontraproduktiv, oder? Der Videodecoder der Vega sollte doch die Intel eigentlich abhängen? Wenn ich bei mir die IGPU ganz abschalte und den AMDU7V4 injecte, der für Vega vorgesehen ist, geht die Leistung immens nach oben. Nur schmiert halt Mojave immer wieder aus heiterem Himmel ab, so dass es nicht praxistauglich ist. Auf dem Bild zeigt er übrigens fälschlicherweise an, dass er den Intel-Beschleuniger nutzt.

    Bilder

  • Der Vega Decoder wird in FCPX bei HEVC genutzt. Bei H.264 nur wenn ich aufs iMacPro1,1 SMBIOS wechsle. Selbiges gilt auch für VideoProc. Aber nein, es macht keinen Unterschied bzw. nur einen sehr geringen der nicht ins Gewicht fällt (1 bis 2 Sekunden). Wichtig ist, dass die Vega in FCPX beim Rendern und für die Timeline genutzt wird, da ist der Unterschied mit und ohne Vega enorm.


    Nochmal als Übersicht wann was genutzt wird:
    FCPX H.264 Export / Import: IGPU
    FCPX H.265 Export / Import: IGPU + Vega
    FCPX ProRes Export / Import: Vega

    Zwischenrendern: IGPU + Vega


    Zu Videproc: Man kann nicht wirklich darauf gehen was das Tool behauptet zu nutzen. Ich habe zum Beispiel noch nie gesehen, dass AMD grün hinterlegt wird, selbst wenn er hauptsächlich die Vega nutzt. Um das zu beurteilen sollte man manuell die Last der Grafikkarte prüfen (Aktivitätsanzeige) und den Takt der IGPU (Intel Power Gadget).

  • CMMChris


    Du schreibst

    „Wichtig ist, dass die Vega in FCPX beim Rendern und für die Timeline genutzt wird, da ist der Unterschied mit und ohne Vega enorm.“


    Meinst du damit das Rendern der Effekte im Hintergrund? Und über welche Voraussetzungen stellst du sucher, dass die dGPU dafür genutz wird?

    Möchte das bei meinem System auch gerne wissen und anwenden!

  • TNa681 Genau, Effekte, Übergänge etc. Nur mit IGPU dauert das ewig. Bzgl. Lastprüfung steht direkt über deiner Nachricht.


    @ All: Habe heute mal einen Versuch gemacht:

    - Hackintosh Test mit Quick Sync (iMac18,3, i7-8700K, Vega 64)
    - Hackintosh Test ohne Quick Sync (iMacPro1,1, i7-8700K, Vega 64)
    - Test auf echtem Mac mit Quick Sync (iMac 5k Late 2015, i7-6700K, Radeon R9 M390)


    Dabei wurde jeweils ein 5 Minuten 4k Video mit VideoProc exportiert. Einmal als H.264 4k, einmal als HEVC 4k. Die Ergebnisse:


    Echter Mac

    HEVC 4k
    - Dauer: 3 Minuten 10 Sekunden
    - Anzeige in Video Proc: Intel + CPU
    - Lastverteilung: IGPU + DGPU
    - IGPU Takt: 0,9 - 1,10GHz


    H.264 4k
    - Dauer: 1 Minute 37 Sekunden
    - Anzeige in Video Proc: Intel
    - Lastverteilung: IGPU
    - IGPU Takt: 0,3 - 0,7GHz


    Hackintosh als iMac18,3 mit Quick Sync

    HEVC 4k

    - Dauer: 1 Minuten 43 Sekunden

    - Anzeige in Video Proc: Intel + CPU

    - Lastverteilung: IGPU + DGPU

    - IGPU Takt: 0,8 - 1,20GHz


    H.264 4k

    - Dauer: 1 Minute 27 Sekunden

    - Anzeige in Video Proc: Intel

    - Lastverteilung: IGPU

    - IGPU Takt: 0,6 - 0,8GHz


    Hackintosh als iMacPro1,1 ohne Quick Sync

    HEVC 4k

    - Dauer: 43 Sekunden

    - Anzeige in Video Proc: CPU

    - Lastverteilung: DGPU


    H.264 4k

    - Dauer: 1 Minute 37 Sekunden

    - Anzeige in Video Proc: CPU

    - Lastverteilung: DGPU


    Fazit:

    - Die Vega bringt einen signifikanten Vorteil beim HEVC Export wenn kein Quick Sync genutzt wird (Quick Sync bremst sie aus)
    - Beim H.264 Export ist Quick Sync 10 Sekunden schneller als die Vega alleine
    - Im Quick Sync Betrieb wird die DGPU weder im echten iMac noch im Hackintosh genutzt wenn H.264 exportiert wird

    - Die Vega bringt beim H.264 Export keinen Vorteil und wird deshalb offenbar nicht genutzt (siehe iMacPro1,1 Test Ergebnis)

    Einmal editiert, zuletzt von CMMChris ()

  • Vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag CMMChris !


    Interessant wäre es noch, wenn es nicht nur um den reinen Export, sondern auch um das Rendern geht. Sprich z.B. 1 min 4k Sequenz als H264 in FCPX. Ob da dann nur von der iGPU gerendert & exportiert wird, oder ob da die dGPU einen Vorteil bringt und wenn ja, wie hoch.

    Ich werde dazu auch Tests machen, sobald meine Vega angekommen ist (bei MF am Freitag bestellt, jetzt immer noch nicht versandt :( ). Ich werde nämlich 4k in FCPX bearbeiten müssen (Export meistens als h.264) und dafür wäre es interessant, ob QuickSync einen Vorteil bringt. Muss ich dann auch mal mit iMac Pro SMBios vs. 17,1 SMBios testen. Werde die Test-Ergebnisse auf jeden Fall hier reinschreiben.

  • Beim Rendern und Import nutzt FCPX beide GPUs sehr stark, unabhängig vom Format. Habe jetzt testhalber mal auf iMacPro1,1 für den Alltag gewechselt, sprich Quick Sync ist raus bei mir.

    Einmal editiert, zuletzt von CMMChris ()

  • Ich habe soeben noch die Import Zeiten mit FCPX am Hackintosh mit und ohne Quick Sync verglichen.

    Als Test File habe ich das Honey Bees 96fps 4k Sample von 4ksamples.com genommen. Ergebnis:

    • Mit Quick Sync: 4 Minuten 12 Sekunden
    • Ohne Quick Sync, nur Vega: 1 Minute 48 Sekunden

    Auch das schnelle Spulen durch das Video wenn man es im QuickTime Player abspielt läuft ohne Quick Sync deutlich flüssiger.

    Für Vega Nutzer gibt es damit eigentlich keinen Grund mehr Quick Sync zu nutzen. Bei mir bleibt die IGPU jedenfalls ab jetzt aus und ich bleibe auf dem iMacPro1,1 SMBIOS.


    Nachtrag:

    Nun noch ein Vergleich zwischen Windows und macOS, wieder das oben genannte 4k Sample, jeweils mit VideoProc exportiert

    • Windows: Export als 4k HEVC: 21fps / Export als 4k H.264: 38fps
    • MacOS: Export als 4k HEVC: 165fps / Export als 4kH.264: 56fps

    Ein ziemlich krasser Unterschied. Bei H.264 nutzt er die Vega unter Windows überhaupt nicht (reines CPU Encoding). Bei HEVC nutzt er sie, bringt aber trotzdem keine Leistung. In den Einstellungen von VideoProc unter Windows steht aber bei der Vega alles auf Grün. Kann das jemand reproduzieren oder stimmt da was an meinem System nicht?

    Einmal editiert, zuletzt von CMMChris ()

  • Also ich verzweifle hier gleich wieder. Bevor ich die CPU getauscht hatte (8700k -> 9900k) lief das ganze mal - irgendwann. Ich bekomme das nicht mehr hin, egal was ich mache incl. NVRAM reset. Wenn ich es so wie hier beschrieben mache, ist die iGPU im Systembericht weg, aber funktioniert auch nicht. Videoproc = unavailable etc. Wenn jemand Zeit hat, kann er evtl. mal über meinen Clover schauen? Danke

    Dateien

    • CLOVER.zip

      (2,63 MB, 5 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Asrock z390 Taichi Ultimate
    Intel Core i9 9900k
    Ram 16GB DDR4
    Sapphire Vega 64


    Geekbench

  • Besitze zwar keinen 9900k, aber würde darauf tippen, dass du ne FakeID eintragen musst. Die HD630 in der CPU hat ne andere ID als die 8er-Reihe. Wird möglicherweise gar nicht von macOS unterstützt. Sprich 3E92-ID (statt 3E98) in Clover eintragen.

  • Will er sich nicht wirklich. Hab es jetzt so, dass die IGPU zwar immer noch angezeigt wird im Systembericht aber bei Videoproc alles auf grün ist. Muss nachher mal mit dem Intel Power Widget schauen ob die IGPU sich bewegt. Aber sollte so eigentlich ok sein. Denk ich, hoff ich ... weiß nich.


    Edit. Joe sollte so passen. iGPU bewegt sich in FCPX

  • Hi, irgendwie dreh ich mich im Kreis, ich habe noch 10.13.6 mit einer MSI GTX 1060 Gaming X 6G. Dort habe ich seit kurzem dauernd Lags in der Grafik.


    Ich wollte deshalb auf Whatevergreen umsteigen und vielleicht auch endlich mal QuickSync zum laufen bekommen.


    Leider habe ich nach dem AppleLogo mit halben Balken einen Reboot. Könnte mir da jemand helfen? Würde mit HighSierra die Problematik besser werden?

  • Hallo Don Redhorse ich hab auch eine gtx 1060 mit 6gb bei mir läuft unter High Sierra alles perfekt mit Hardwarebeschleunigung, hab nur die NVIDIA Wedriver installiert damit die Karte erkannt wird Rest muss im bios eingestellt werden

  • Hi, danke für das Feedback. Ich habe den Fehler gefunden, war wohl eine Alte Clover Version und OsxAptioFix2Drv-free2000. Ich nutze jetzt den neuesten Clover und OsxAptioFixDrv-64.


    Ich habe QuickSync zum laufen bekommen, wenigstens laut VDADecoderChecker, aber in VideoProc habe ich keine Hardwarebeschleunigung angezeigt.