Musikprofis gefragt - Suche nach einem passenden Mic + Interface

  • Hallo ihr Lieben :)


    wie im Titel schon zu lesen, suche ich nach einem Mic + Interface. Ich möchte damit akustische Instrumente z.B. Cajon aufnehmen und als weitere Spur zu meinem Klavier hinzufügen.


    Ich habe mich schon mal etwas umgesehen und bin dabei auf folgendes Mic gestoßen:


    https://www.thomann.de/de/shure_sm57lc_bundle_ii.htm


    und folgendes Interface:


    https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i2_3rd_gen.htm


    Alternativ gab es beim großen T auch dieses Bundle (da glaube ich aber, dass das Mic nicht so gut geeignet wäre)

    https://www.thomann.de/de/focu…tt_2i2_studio_3rd_gen.htm


    Mein Budget würde für alles max. 300€ betragen. (weiß das ist nicht viel für Musikequipment aber mehr ist nicht drin ;) )


    Vilt hat ja der ein oder andere hierzu eine bessere Idee oder ein paar Vorschläge, ich würde mich freuen.


    Liebe Grüße :)

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  • Das Scarlett als Interface ist für solche Zwecke gut geeignet. Ich würde allerdings schon ein Kondensatormikrofon statt dem SM57 nehmen. Für Live-Mikrofonierung auf der Bühne wäre das SM57 für den Zweck zwar mit die erste Wahl, aber für Homerecording kommst du mit nem Kondensator-Mikrofon höchstwahrscheinlich besser klar und bist vielseitiger aufgestellt. Das von dir verlinkte Bundle wäre von den von dir genannten Optionen denke ich besser geeignet. Wie gut das Focusrite-Mikro tatsächlich ist, weiß ich allerdings auch nicht.


    Was günstige Kondensatormikrofone betrifft, kann ich aber die von Recording Tools sehr empfehlen (http://www.recording-tools.com – die sind auch direkt dort zu bestellen).

    Ich hab das MC-520 (http://www.recording-tools.com…o.php?info=p2_mc-520.html) ab und zu im Einsatz und hab für so wenig Geld (65 €) noch nie ein so gutes Mikrofon gehört. Ansonsten arbeite ich auch eher mit Neumann-Mikrofonen (oder DIY-Varianten davon), aber das ist eine ganz andere Preisklasse. ;-)

    Das MC-900 (http://www.recording-tools.com…o.php?info=p5_mc-900.html) hört sich für deine Zwecke auch interessant an.


    Wenn ich du wäre, würde ich das genannte Scarlett-Interface kaufen (nicht im Bundle) und dazu eines der beiden Recording-Tools-Mikros.

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  • hört sich soweit gut an auch die vorschläge von JimSalabim ;)


    bringe trotzdem nochmal folgendes ins spiel: ich habe und kann dieses mikro von akg nur wärmstens empfehlen. für den preis bekommt man 3 verschiedene charakteristiken (niere, kugel, achter) und kannst dann damit eigentlich alles aufnehmen.


    https://www.thomann.de/de/akg_p420.htm

  • JimSalabim ich danke dir für deine Tipps. Dann würde ich mich auf jeden Fall für das focusrite entscheiden. Die verlinkten Kondensatormics sehen interessant aus, ich glaube was die Thematik angeht, muss ich mich mal noch etwas belesen. Ich schaue mir deine mics nochmal genauer an danke :)


    jeve stobs auch dir vielen Dank :) das akg sieht auch sehr gut aus, sprengt aber in Verbindung mit dem Interface mein Budget :/


    edit: was ist denn der Unterschied zwischen einem dynamischen und einem Kondensator Mic ?

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  • Basti Wolf


    denke das hilft dir weiter?


  • Basti Wolf Das SM57 ist ein classic mic. Immer gern genommen als bottom snare mic, oder für guitarren, aber nicht für Bass. Es klingt selbst nicht "schön" und ist sehr "mid-rangy", aber in Verbindung mit anderen mics mischt es sich gut, weil es die attacks gut wiedergibt. Und auf jeden Fall bei nem Händler aus Deutschland kaufen. Die Dinger werden gefälscht wie Louis V handtaschen :D


    Kommt halt drauf an, was man mit dem Cajon Sound machen will: soll der irgendwo drunter gemischt werden, dann reicht das SM7. Aber wenn die Cajon als solo instrument aufgenommen werdne soll, benötigt benötigt man im Grunde enoch ein zweites Mic, um den Bass der Cajun abzubilden. Sehr beliebt ist da das AKG D 112:


    https://www.thomann.de/de/akg_d_112_mkii.htm


    Wofür auch immer Du dich entscheidest: kein Kondensator Mic nehmen dafür - ist zu empfindlich.


    Das Interface geht klar. Gibt schlechtere für das Geld. ;)


    Viel Erfolg.

  • jeve stobs reicht völlig :)


    5T33Z0 ok, dann scheint das sm57 nicht unbedingt die beste Wahl zu sein :/ keine Angst, sowas bestelle ich nur beim T oder bei Rockshop zb :) primär soll die Canjon als zweite Spur als Begleitung zu meinem Hauptspur (Klavier) untergemischt / hinzugefügt werden. Daher glaube würde 1 mic erstmal reichen. Das sm7 hab ich mir angeschaut, liegt aber deutlich überm Budget. Was würdest du empfehlen, bei einem Budget für 150€ Für die mics? (150€ gehen ja die das Interface weg) Hatte gedacht, dass die 150€ für ein „gutes“ mic für zuhause reichen würde ;D

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  • Wofür auch immer Du dich entscheidest: kein Kondensator Mic nehmen dafür - ist zu empfindlich.

    Das würde ich so jetzt nicht pauschal unterschreiben. Es geht ja nicht um ein Bändchenmikrofon. Wenn es drum geht, möglichst einfach und mit gutem Ergebnis verschiedene Instrumente aufnehmen zu können (und nicht nur speziell Cajon), ist ein halbwegs vernünftiges Großmembran-Kondensatormikro (wie z.B. die von mir verlinkten) eine super Wahl.
    Für ne professionelle Cajon-Aufnahme im akustisch optimierten Studio mit Multi-Mic-Setup stimme ich aber zu.

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  • Das SM57 kannst Du schon nehmen, wenn es drunter gemischt werden soll. Leute haben schon ganze Alben damit aufgenommen. Und wenn's nicht funktioniert, schickstes halt wieder zurück. Ich empfehle keine Mics, weil ich kein Recording Engineer bin und nicht alle Mics kenne. Man sollte allerdings wissen, welche Wandler es gibt (Tauchspule - Dynamic auf engl., Kondensator, Bändchen, u.a), welche Richtcharakteristik (Kugel, Niere, Hyperniere, Shotgun, etc) und was wofür geeignet ist.


    Die Wahl des Mics hängt ausschließlich vom Instrument/Stimme und Sound ab, den man möchte und die Preisspanne reicht von 50 bis 15.0000 Euro. Also irgendwo zwischen Punkrock und Kanye West. :D Es gibt auf jeden Fall nicht, das EINE Mic!


    Würde gucken, ob es in deiner Umgebung einen Mic Verleih gibt und es da leihen.


    Ansonsten vielleicht hilfreich:

  • Ein Kondensator-Mikrofon benötigt +48V Phantomspannug. Kann man am Focusrite einschalten.

    Möchtest du das Signal vom Interface an einen PA (Verstärker) weiterleiten, können Brummschleifen durch den PC entstehen. Dann bitte nicht verzweifeln. Das Gerät ist in den seltensten Fällen defekt. Dann empfiehlt es sich den Signalweg zwischen Audio-Interface und Verstärker eine DI-Box zu schalten.

    Warum ich das jetzt im Vorfeld schon erwähne? Ich wäre letztes Jahr fast daran verzweifelt.

    Gute Kabel mit Steckern von Neutrik (REAN) gibt es von Cordial. Sind gar nicht mal so teuer und du hast was fürs Leben.


    https://www.thomann.de/de/behringer_microhd_hd400.htm


    Das Focusrite gibt es auch als Studio mit Interface, Kondensator-Mikrofon und Studio-Kopfhörern. Ich habe es seit 2018. Für den privaten Gebrauch ist das mehr als ausreichend. Vor allem sind Kopfhörer oder Verstärker mit linearem Frequenzband wichtig. Also nicht so einen Mist wie Bass-Booster und so.

  • Das würde ich so jetzt nicht pauschal unterschreiben. Es geht ja nicht um ein Bändchenmikrofon. Wenn es drum geht, möglichst einfach und mit gutem Ergebnis verschiedene Instrumente aufnehmen zu können (und nicht nur speziell Cajon), ist ein halbwegs vernünftiges Großmembran-Kondensatormikro (wie z.B. die von mir verlinkten) eine super Wahl.
    Für ne professionelle Cajon-Aufnahme im akustisch optimierten Studio mit Multi-Mic-Setup stimme ich aber zu.


    Das SM7(B) (also nicht SM57) ist natürlich eh super dafür, aber da hatte ich jetzt sowieso angenommen, dass das außerhalb des Budgets liegt.

    Großmembrankonsensator Mics sind in erster Linie für die Aufnahmen von Stimmen und Saiteninstrumente geeignet, aber eher weniger für Percussion. Aus dem einfachen Grund, dass der Wandler zu empfindlich ist und schnelle Attacks verzerren. Zudem nehmen Kondensor Mics Unmengen mehr an Raumton auf als Tauschspulen. Gerade deswegen sollte man sie Konsensator Mic eben NICHT privat nutzen. Tauchspulen sind gerade im Amteur-Bereich viel besser geeignet da unempfindlicher gegenüber Raumklang. Von Bändchen war hier nicht mal die Rede (abgesehen davon, sie die ne eigene Kategorie bilden)


    Lange Rede kurzer Sinn: für Cajon kein Großmembran-Konsendor Mic nehmen.

  • Tut mir leid, aber das stimmt so pauschal einfach nicht, dass die Wandler zu empfindlich sind. Das U47 FET (gut, andere Preisklasse, aber ebenso Großmembran-Kondensator-Mic) ist ja z.B. auch für Bass-Drum-Aufnahmen enorm beliebt.

    Und meine eigenen Studioerfahrungen (ich mach das ja beruflich) zeigen auch, dass sich Großmembran-Mikros ganz ausgezeichnet für Percussion eignen. Es lässt sich weder in die eine noch in die andere Richtung verallgemeinern, es gibt Mikros, die eignen sich besser und welche, die eignen sich eben schlechter.

    Das mit der Empfindlichkeit gegenüber dem Raumklang ist natürlich richtig, aber das kann man auch positiv werten. Wenn man nämlich möglichst einfach den Cajon-Klang, wie man ihn ohne Mikrofon ganz normal im Raum hört, einfangen will und keinen super-trockenen Klang, den man dann noch entsprechend bearbeiten muss, dann ist die höhere Raumklang-Empfindlichkeit ja gerade gut. Das ist es, was ich mit einfacherer Handhabung meine, weil dafür dann auch keine Millimeter-Arbeit beim Ausrichten des Mikros gefragt ist.

    Es ist ja auch alles ne Frage der Herangehensweise.

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  • 5T33Z0 ich schaue mir dann mal dein Video an und mache mir auch nochmal selbst ein Bild :) dass es nicht DIE EINE Lösung gibt bzw das Produkt ist mir bewusst, das gibt es ja sowieso fast nie :)


    bluebyte auch danke an dich für die wichtigen Tipps mit dem anschließen. Ein Verstärker ist vorerst nicht geplant. Das Klavier wird direkt am pc angeschlossen über usb und das mic übers Interface an den pc. Sollte es Probleme geben, kenne ich ja jetzt dank dir die Lösung :)

    Das bundle was du meinst, habe ich glaube schon in meinem aller ersten Beitrag verlinkt, kann das sein ?

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  • Vielen Dank, JimSalabim für Deine Links von Recording-Tools. Ich kaufe auch sehr gerne bei ehrlichen Händlern ein.


    Thomann wurde ja demletzt wegen illegaler Preisabsprachen abgestraft.

    Kleiner Geheimtipp zu "das" und "dass" ;) Kannst Du das umgangssprachliche "des" einsetzen? => "das" :) (sonst immer "dass").


    Wenn man das Raten dem Überlegen vorzieht: lieber mal öfters "dass" verwenden :)

  • Zum Thema Interface, das neueste Scarlet+ hat wohl eine bessere Dynamik ist aber anscheinend noch nicht lieferbar. In jeder Hinsicht besser fand ich persönlich schon immer Apogee, z.B. das Duet kostet gebraucht häufig gut unter 200€ und klingt mMn immer noch besser. Alles natürlich Geschmacksache.

    Lenovo Yoga S740 i9 / OpenCore

    GA-Z97X-UD7 TH / 4790K / Radeon VII / LG 34UM95-P
    GA-Z97N-WiFi / 4790K / RX580

  • Basti Wolf


    Zum Thema Mikrofon:

    Also als Einsteiger im Audiobereich würde ich für eine Cajon auch eher ein dynamisches Mikrofon empfehlen um in kurzer Distanz zur Schallquelle arbeiten zu können.


    Zum einen sind bei dynamischen Mikrofonen die akustischen Gegebenheiten des Raumes, wie bereits erwähnt, weniger tragend (was im Homerecordingbereich sicherlich ein Kriterium sein könnte) und zum anderen bekommt man für ein kleineres Budget wesentlich hochwertigere Mikrofone aus dem dynamischen Sektor als dies für Kondensatormikros der Fall ist.


    Zudem ist das SM57 wirklich eine gute Investition:

    -Guter, Interferenzfreier Übertrager

    -Robust

    -verträgt hohen Schalldruck (wie auch zb Cajon, Snaredrums, Toms, ...)

    -guter Allrounder (Snaredrums, Gitarrenamps, Gesang, ...)

    -gutes Preis/Leistungsverhältnis


    Ein Kondensator Mikrofon ist da deutlich empfindlicher und verzeiht zB Stürze mitunter mit direktem Versagen oder aber, wie ebenfalls bereits erwähnt, nimmt ungewollter Weise zu viele Nebengeräusche mit auf...was sich dann mitunter erst im Mix so richtig bemerkbar macht.

    Für ungeübte sind hier zusätzlich auch die Wahrscheinlichkeiten für potentielle Probleme (Raumnoden, Reflektionen, Kammfilter,etc) wesentlich warscheinlicher als dies mit dynamischen Mikros der Fall wäre...eine Ausnahme dürfte hier ein Grenzflächenmikrofon darstellen, welche es aber auch nicht in deinem geplanten Budget gibt und welche ebenfalls in einem sauberen Klangumfeld eingesetzt werden sollten.


    Wie bereits erwähnt, es gibt kein Universelles Mikrofon für alle Bedürfnisse. Man grenzt hier eigentlich eher nach Einsatzzweck und Handhabbarkeit im Verhältnis zum Budget ein.


    Es gibt auch kein schlechtes Mikrofon, eher ein Mikrofon das ungünstig positioniert ist ;)


    Zum Thema Interface:

    Das Scarlett ist ein schönes Gerät für seine Preisklasse und kann meiner Meinung nach bedenkenlos zum Einsatz kommen was Preamps angeht. Wie viele Geräte auf dem Markt sind im allgemeinen die Wandler (analoge Vorverstärker) ziemlich gut geworden, so das diese ohne Probleme für sauber klingenden Aufnahmen geegnet sind. Falls es jedoch noch ein wenig mehr Preamp und Hardware für den gleichen Preis sein soll würde ich Dir zu einem gebrauchten, älteren Gerät raten. Man muß sich dann natürlich etwas umschauen und ein wenig mehr recherchieren in wie weit sich dieses Gerät dann in dem gewünschten Betriebssystem installieren läßt, allerdings ist es das meiner Meinung nach auch absolut wert wenn sich der Klang, Signalweg und die Einsetzbarkeit dadurch verbessert.





    Kurz und knapp für Anfanänger des Audiorecordings:

    1. Lieber ein hochwertiges dynamisches- als ein minderwertiges Kondensatormikrofon.

    2. Nimm ein Interface mit den bestmöglichen Preamps (Vorverstärkern).


    Gruß,

    /cabash

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