Eure Meinung zu Hackintosh allgemein

  • Hallo, sorry das ich darüber einen Thread eröffne, ich habe diesbezüglich schon mehrere Themen gelesen wurde daraus aber leider nicht wirklich schlauer.

    Daher schonmal sorry falls die Frage unangemessen ist.


    Generell stehe ich gerade kurz davor meinen bereits bestehenden PC auf einen "Hackintosh" umzuwandeln

    Der Einsatz ist in meinem Musikstudio. Grund dafür ist das ich Logic als Software nutzen möchte, welche nur auf MacOS läuft.

    Zufällig sind wohl alle meine Komponenten kompatibel für einen Hackintosh.

    Nun stellt sich mir die Frage, inwiefern ich davon ausgehen kann, sofern das System einmal richtig aufgesetzt ist, das dass System stabil bleibt.

    Ich mache mir etwas sorgen das ich viel Arbeit in meine Projekte stecke und mir das System vielleicht unwiderruflich abstürzt. Habt ihr diesbezüglich eventuell Erfahrungen für mich?

    Ich möchte mich wirklich gerne dem Projekt widmen aber ich würde mich gerne nochmal vergewissern ob denn das ganze auch praktikabel ist.

    Kurz zu mir, technisch bin ich in der Lage mir alles benötigte anzueignen da ich auch im Berufsleben mit IT Systemen arbeite. Von daher sind Komplikationen erstmal kein No Go für mich. Und ich habe auch ehrlich gesagt immer bock drauf Probleme zu lösen.


    Ich hoffe ihr könnt mir da etwas "Mut" zusprechen :D


    vielen Dank

  • Mein Ryzentosh läuft als mein Entwicklungssystem im täglichen Einsatz seit beinahe 2 Jahre sehr stabil.


    Deine Hardware wäre soweit tauglich, am besten startest du hier: https://dortania.github.io/getting-started/

    Beim Punkt Kernel Patches unbedingt das README beachten: https://github.com/AMD-OSX/AMD_Vanilla


    Am besten startest du vielleicht erst mal mit Big Sur, Monterey verursacht immer noch das eine oder andere Problem.

    AMD Ryzen 9 3950X | ASUS Strix X570-I Gaming | 64GB DDR4-3600 CL16 RAM | Corsair MP600 M.2 NVMe | Radeon RX 6900 XT | Phanteks Enthoo Evolv Shift | Custom Loop | MacOS 12 | OpenCore

    Ryzen MacPro | EFI | RadeonSensor | Aureal

  • Ich denke auch. Wenn das System erst einmal läuft, dann läuft es. Spannend wird es doch nur, wenn diverse Updates anstehen. Aber auch dafür gibt es gute Lösungen. (Z. B. eine zweite SSD einbauen und mit CarbonCopyCloner Deine Hauptplatte vor jedem größeren Update einfach vollständig klonen, dann kommst Du immer wieder zurück, falls mal etwa schief geht. - Aber selbst mit TimeMaschine regelmäßig sichern, bringt ich im Problemfalle stets wieder zurück.)


    Ein gepflegter Notfall-Stick mit der passenden EFI ist bzw. die EFI vor jedem Update zu sichern und außerhalb Deines Systems aufzubewahren, wird Dich ebenso vor einem vollständigen Aussperren schützen. Also nur zu....

    Meine erstes Projekt

    INTEL NUC8i3BEH mit 32 GB DDR4-RAM, 500GB SSD, installiert MacOS Big Sur. OpenCore.

    Inzwischen läuft auch die festverbaute Intel-WLAN/Bluetooth-Karte, sowie der SD-Karten-Leser! :) - Macmini 8.1


    Mein zweites Projekt:

    AsRock H310-CM mit Intel Core I3-9100F, 16 GB DDR4-RAM, ASUS Rx560 4GB, MacOS Big Sur, OpenCore - iMac19.1


    Mein drittes Projekt:

    Notebook HP-Probook 440 G6, Intel Core i5_8265U, Intel Grafik UHD-620, 16 GB DDR-4, WLAN-Karte BCM94369CS2 mit Flex-Adaper auf M.2, MacOS Monterey, OpenCore - MacBookPro 15.2


    Mein viertes Projekt:

    Gigabyte Z490M mATX, Intel Core i5-10500, 16 GB DDR4-RAM, ARock Radeon RX5500, 500GB NVMe M.2, BCM94360CS2 - MacOS Monterey OpenCore - iMac 20.2

  • Ich hatte früher immer wieder mal Abstürze, das war noch zu Ozmosis und Cloverzeiten. Die Bretter waren 3. und 4. Generation von Intel. Vor ca 1,5 Jahren bin ich dann auf die Intelgeneration 8 und OpenCore umgestiegen. Ich hatte seither noch nie einen Absturz oder sonst irgendwelche Probleme gehabt.

  • Grundlegend:

    Ein gut aufgesetzter Hacki ist ein toller und stabiler Begleiter für den Alltag / Freizeit und kommt auch fast an einen Real Mac ran. Vor allem sehe ich den Sinn in einem Hack, wenn es um das Budget geht und man sich keinen Real Mac leisten kann bzw. möchte. Bisher liefen meine Hacks stabil.. mit Updates hatte ich selten (mit meinem x250) bis gar keine Probleme (XPS 13, Nuc 8). Beachtet man einige wichtige Tipps, wie Notfallstick u.s.w dann kann ein Hack richtig Spaß machen. Viele der User haben genau für so eine Anwendung (Musikproduktion) ihre Systeme im Einsatz und sind fleißig am produzieren. Von der Sache her: Nur zu und viel Spaß :) man kann sich ja auch langsam ran tasten und die erste Installation und Einrichtung vor erst auf einer externen Platte machen. Dabei helfen wir als Forum natürlich gern!


    **ABER**


    Ein Hack ist und bleibt ein Hack und wird niemals zum richtig Mac!! einfach schon alleine aus Gründen der Garantie. Unterm Strich ist der Hackintosh ein Hobby, bei dem es immer was zu tun gibt, BL Versionen updaten, Kexte aktualisieren etc. pp.. Wer also einen PC mit MacOS zum Arbeiten und Geld verdienen benötigt und muss sich daher auf sein System zu 1000% verlassen können.. der sollte sich das genau überlegen. Sollte es einmal richtig dringende Probleme geben, hilft die Community hier zwar gern und adäquat, jedoch ist keiner verpflichtet dann einen 1:1 support zu leisten. Kleines Bsp: Mit dem neusten MacOS update auf Monterey konnten viele User ihr Bluetooth nicht mehr vollumfänglich nutzen, wäre man arbeitstechnisch darauf angewiesen... naja lieber nicht drüber nachdenken.. da wartet man halt auch erstmal, bis die Entwickler die Probleme gefunden und Fixes zur Verfügung gestellt haben.. zum Glück gibt es aber ganz tolle Entwickler, die ihr Bestes geben



    Außerdem muss man auch eingestehen, dass die Thematik Hackintosh ein absehbares Ende mit sich bringt.. nicht heute oder morgen, aber die Tage des Hackintosh sind mittlerweile endlich.

    Kein Support per Privatnachricht

    DU bist auf der Suche nach neuer hackbarer Hardware? Dann wirf doch mal einen Blick ins Hardware Center


    Zu deiner Hardware gibt es noch keinen Post im Hardware Center? Dann schreibe doch selbst einen kleinen Beitrag dazu und teile deine EFI mit der Community. Wir freuen uns von dir zu lesen :)

  • Hallo Zusammen,


    als Softwareentwickler muss man sich auf sein Arbeitsgerät verlassen können und ich muss sagen auf meinen

    Hackintosh kann ich das. Seid dem ich mein Ryzensystem habe, hatte ich noch nie Probleme, Freezes oder Sonstiges.


    Es gibt aber leider auch eine Schattenseite von Systemen die Apple von Hause aus überhaupt nicht unterstützt, so wie AMD Systeme.

    Hier gibt es Szenarien, wo AMD nicht unterstütz wird. Das ist zum Beispiel in der Entwicklung mit Android Studio so, wenn man hier den Emulator nutzen möchte,

    ist man leider Außen vor. Hier wird die Virtualisierung von AMD einfach nicht unterstützt. Also ist testen von Apps nur mit richtigen Geräten möglich.


    Ansonsten kann ich nur sagen -> Hackintosh :top:


    Taavi

    du solltest es einfach testen und wenn du Probleme fest stellst, dann wieder Back to Windows



    Gruß

    Desktop: Asrock Steel Legend X570 / Ryzen 9 3900X / 64 GB DDR4-3200 / ATI RX 580 / Crucial P1 NVME 1TB / OpenCore - Monterey 12.0.1
    Laptop: Asus Zenbook UX3410 / I7-7500U / 16 GB Ram / Intel HD620/Nvidia 940MX / OpenCore - Catalina 10.15.5 -> GROßEN DANK AN DEN AUTOR HIER [dafuer]

  • Das meiste wurde bereits gesagt. Man kann die Stabilitätsfrage niemals nachhaltig beantworten, da selbst Unterschiede zwischen zwei Usern auftreten können, die ansonsten die gleiche Hardware und diese identisch aufgesetzt haben. Grundsätzlich stimmt es aber, dass bei Verwendung von kompatibler Hardware Hacks superstabil laufen können.


    Mein erster Hack war ein i7 3770k auf einem Z77 Board. War am Anfang ein wenig Gefrickel und 100%ig stabil ist er am Ende auch noch nicht gelaufen, so dass er nie zu meiner Hauptmaschine geworden ist.


    Mein atueller ist indes rock-solid und obgleich natürlich weiterhin als Dual-Boot eingerichtet, fristet Windows mittlerweile nur noch ein einsames Dasein und macOS ist mein daily driver geworden (bei mir liegt der Schwerpunkt auf FCP).


    Was allerdings auch stimmt ist, dass Hacks mittlerweile ein echtes Ablaufdatum hinsichtlich Aktualisierungen haben. Spätestens Ende 2022 ist Apples Übergang zu eigenen Prozessoren abgeschlossen. Danach wird es sicherlich noch ein paar Jahre Updates für Intel Systeme geben und auch danach fallen die Kisten auch nicht instant aus. Auch ich werde meine Maschine noch einige Jahre lang verwenden.


    Würde allerdings heute einer an mich herantreten, der noch keine Hardware besitzt, würde ich ihm direkt zum Kauf eines M1 Macs raten und keinen Umweg mehr über einen Hack gehen. Bei Dir ist das anders, da Du die Hardware bereits besitzt, also kannst Du es versuchen. Solltest Du allerdings selbständig sein, das ganze beruflich machen und Hardware absetzen können, würde ich mir auch überlegen einen echten Mac zu kaufen, schlicht um Zeit und ggf. Downtimes durch irgendwelche unerwarteten Probleme bei Einrichtung und Update zu sparen, die durchaus vorkommen können.


    Ansonsten kann ich nur sagen dass Du (ein wenig Eigenengagement und Bemühen der Suchfunktion vorausgesetzt) hier eine aktive und nette Community vorfindest, die sehr kompetent und hilfreich ist und mir in den Anfangstagen meiner Hack-Karriere als ich noch ein totaler Noob war, mehr als einmal mein Gesäß gerettet haben.

    Some men see things as they are and say 'why?', I dream things that never were and say 'why not?'

  • Wobei wir ja langsam aus dem Sonderfall der 2010er raus sind. Die letzten 10 Jahre gab es jährlich +10% Mehrperformance, wenn überhaupt.

    Ein HighEnd Rechner war nach 5 Jahren immer noch gut im Rennen.


    Die nächsten Jahre gibt es eher wieder +30% pro Jahr. Wir sind also auf dem Weg zurück zur Zeit vor 2010, als ein 2 Jahre alter HighEnd Rechner schon altes Eisen war. Meine letzten Rechner habe ich je 5 Jahre benutzt, das sehe ich aktuell nicht mehr so...

    AMD Ryzen 9 3950X | ASUS Strix X570-I Gaming | 64GB DDR4-3600 CL16 RAM | Corsair MP600 M.2 NVMe | Radeon RX 6900 XT | Phanteks Enthoo Evolv Shift | Custom Loop | MacOS 12 | OpenCore

    Ryzen MacPro | EFI | RadeonSensor | Aureal

  • Aluveitie

    ja aber braucht man die 10 - 30% Leistung immer?


    Ich finde den größte Leistungssprung der letzten Jahren haben hier SSD's ausgemacht.

    Versuch mal ein aktuelles System auf einer Festplatte zu starten! Das hat dann langsam Museums Charakter.

    Desktop: Asrock Steel Legend X570 / Ryzen 9 3900X / 64 GB DDR4-3200 / ATI RX 580 / Crucial P1 NVME 1TB / OpenCore - Monterey 12.0.1
    Laptop: Asus Zenbook UX3410 / I7-7500U / 16 GB Ram / Intel HD620/Nvidia 940MX / OpenCore - Catalina 10.15.5 -> GROßEN DANK AN DEN AUTOR HIER [dafuer]

  • Die nächsten Jahre gibt es eher wieder +30% pro Jahr.

    So viel Jahre wird das nicht anhalten.


    ja aber braucht man die 10 - 30% Leistung immer?

    Wenn du dir das Leisten kannst, AMD und Nvidia basteln schon an 600W High-End Karten und TSMC schafft ihre 3nm Fertigung nicht, erst 2023, von daher muss Apple ein 5nm+ Aufguss machen.

    Größer kann man alles Bauen, nur wird es dann nicht mehr effizient genug.

    CPU: AMD 3960X

    GPU: 2x RTX A5000 + WX5100

    MB: ASRock TRX40 Creator

    RAM: 256 GB ECC

    OS: Unraid / 2xWin 10 VM / macOS VM

  • UPDATE:


    Ich habe keine Ahnung warum das so schnell und ohne Probleme geklappt hat. Aber ich schreibe hier jetzt von meinem neuen "Hackintosh" und ich bin mega stolz. Vielen Dank euch für den zugesprochen Mut, ich werde mich nun an die weiteren schritte wagen :)