Diskussion zum für und wider von OC auf Z87/Z97 Boards

  • EDIT: Diskussion abgespalten von folgendem Thread: OpenCore für ASUS Z97-A mit i7-4790K und Nvidia Quadro K2000



    es ist schlichtweg falsch das es ein generelles Problem mit OpenCore und Z87/Z97 Boards gibt

    Auch von mir mal etwas Grundsätzliches: ich erfinde die Ereignisse nicht und Du solltest meine Hinweise darauf nicht so abtun.

    Was Du hier als "Unsinn" bezeichnest, habe ich erlebt und zwar ganz kürzlich auch mit den aktuelleren OC-Versionen 065 & 066. Und nein - es ist offenbar nicht das Thema Bootstrap, das ja inzwischen behoben ist.

    Zudem habe ich von " kann" und nicht von "muss" gesprochen. Diese von Dir aufgeführten Vorkehrungen bzgl. Einstellungen habe ich selbstverständlich auch vorgenommen. Und dennoch gab es Probleme. Ich musste bereits zweimal einen BIOS-Flash vornehmen, weil sich Merkwürdigkeiten einstellten.


    Ist es nicht der grundsätzliche Gedanke, die PC-Hardware so einzubinden, dass diese den Mac nachstellt? Es kann ja wohl nicht Sinn und Zweck sein, dass ich jetzt dann am Bios selbst Änderungen vornehmen muss, um dieses mögliche Problem zu umschiffen. Zudem gibt es doch für diese Fälle in Clover nach 5123 eine Alternative, die offenbar nicht so tief ins Eingemachte eingreift - so ist zumindest bis jetzt meine gemachte Erfahrung.


    Angesichts dieser eigenen Erlebnisse erlaube ich mir schon, Andere auf diese Problematik aufmerksam zu machen, bevor sie es u. U. so wie ich & Andere am eigenen Leib erfahren müssen. Wenn das in Deinen Augen "Unsinn" ist, habe ich möglicherweise eine falsche Vorstellung vom Sinn des Forums.

  • Vielleicht würde ein eigener thread die z87/z97 Problematik etwas erhellen. Problemursachen und -lösungen sind auf zu viele threads verteilt.

    iMac19,1: Big Sur, Windows10, BL: OpenCore v063, Mainboard: Gigabyte Designare, CPU: i7-9700K, Ram: 32Gb Corsair Vengeance LPX; Grafik: Sapphire RX5700 XT Nitro+ 8Gb, SSD: Samsung 970 NVME 500GB, Samsung 850 Evo 500Gb, HDD: Seagate ST3000DM001 3TB Wifi/Bluetooth: BCM94360CD Combo (oob), PSU: be quiet! Dark Power Pro11, Case: Jonsbo UMX4

  • Gibt es schon

    Jein - das bezog sich auch noch auf die Bootstrap-Auswirkungen.

    ein eigener thread die z87/z97 Problematik

    Ich würde noch weiter gehen: eine Art "Krankenstation für Z87-/Z97-Boards" die sich explizit mit diesem Thema nach aktuellem OC-Stand befasst, an markanter Stelle im Forum platziert wird, damit Neulinge mit dieser HW daran vorbei müssen, Leute bei Problemen betreut und u. A. auch Möglichkeiten für die Anwender anbietet, die ihr Asus-MB auch auf BIOS-Seite anpassen wollen.

    Ich habe zwar schon einige GraKas geflasht (nach Kochbuch), verfüge aber leider im Gegensatz zu griven (u. u. U. auch anderen Willigen) nicht über ausreichende Kenntnis im Bios-Gedöns, um da Anpassungen vornehmen zu können.

  • Waren die nicht ähnlich? Habe selbst keine 8x 9x Boards (außer ein medion mit Pentium). Mein B75 war auch defekt (nicht wegen oc, hat andere Gründe). Zählt mein Notebook prinzipiell auch dazu (Asus Intel 3. Gen)?


    Könnte jemand diese Diskussionen in einen eigenen thread abtrennen? Vielleicht LuckyOldMan?

  • Diese Probleme sind aber samt und sonders nicht OC spezifisch sondern können ganz genau so auch mit Clover oder jedem anderen Booter und/oder OS auftreten das den NVRAM nutzt. Es ist und bleibt schlichtweg falsch zu behaupten es sei ein Problem mit Z87/97 Hardware und OpenCore denn das ist es nicht. Dieser fast schon Feldzug gegen OpenCore auf dieser Plattform und das über den grünen Klee loben (welch herrliches Wortspiel) von Clover ist demnach meiner Meinung nach vollkommen deplatziert und geht vollkommen am Ziel vorbei.



    Es mag ja durchaus sein das Du hier Deine Erfahrungen wiedergibst LuckyOldMan aber die Rückschlüsse die Du aus diesen Erfahrungen ziehst sind halt nicht richtig. OpenCore ist nicht die Ursache für die von Dir beobachteten Probleme die Ursache liegt in der Firmware dieser Boards selbst bzw. in der nicht korrekten Implementation des NVRAM Supports durch die Firmware. Das dieses Verhalten vermehrt im Zusammenhang mit OpenCore auftritt hat schlicht und ergreifend damit zu tun das hier der NVRAM so genutzt wird wie es gemäß Spezifikation eigentlich der Fall sein sollte (es ist durchaus sehr genau spezifiziert welche Zugriffe in welcher Form für welchen Zweck genutzt werden sollen und können. Dies ist Teil des (u)EFI Standards). Die Probleme mit dem scheinbar gebrickten Bios können demnach genauso auch mit Clover auftreten zum Beispiel nämlich dann wenn man die in Clover vorhandene Option zum generieren von Boot Einträgen verwendet nur davor warnt niemand aber warum eigentlich nicht?


    Es ist ein wenig zu kurz gegriffen zu sagen "Ich habe das aber auf meinen Boards erlebt also muss es daran liegen und OpenCore ist pauschal gefährlich auf der Plattform" richtiger wäre zu sagen passt bei der Plattform auf mit massiven NVRAM Zugriffen denn aufgrund von Fehlern in der Firmware kann es passieren das ihr Euch das Board bricked (und ja das kann auch mit Linux und GRUB passieren und sogar mit Windows nur das hier in aller Regel der Endnutzer nicht so tief eingreift wie das bei unseren Hacks der Fall ist).


    Die Bios Modifikation bei den ASUS Boards bzw. das Wissen darum stammt im übrigen auch aus der Linux Ecke denn dort ist aufgefallen das ASUS da Bockmist gebaut hat und deshalb ab einer bestimmten Bios Version plötzlich die Hobel auch mit Linux (eigentlich mit allem was nicht Windows ist) nicht mehr sauber gelaufen sind. Das Thema NVRAM bzw. die Zugriffe auf den NVRAM sind eigentlich sauber spezifiziert das es trotzdem zu solchen Problemen kommt liegt vielfach einzig und allein daran das sich die Hersteller nicht an die Spezifikationen halten oder diese nicht vollständig in ihrem Produkten umsetzen und nicht daran das Software oder Betriebssysteme nicht sauber programmiert wären. Gerade mit Blick auf die eigentlich bestehenden Standards und Spezifikationen widerspreche ich in dem Punkt auch vehement der Aussage es sei Aufgabe des Bootloaders diese Schwachstellen abzustellen. Es ist nicht die Aufgabe eines Bootloaders die Unzulänglichkeiten der Hardware Hersteller zu kennen und umschiffen es ist die Aufgabe der Hersteller dafür sorge zu tragen das die von ihnen verkauften Produkte innerhalb der gängigen Spezifikationen so funktionieren und sich verhalten wie es die Spezifikationen vorschreiben. Standards wie (u)EFI/ACPI und Co. sind ja letzendes genau aus diesem Grund eingeführt worden.


    Man muss kein Bios Experte sein aber es lohnt sich manchmal ein wenig über den Tellerrand zu lesen/recherchieren wenn man vor derartigen Problemen steht auch ich bin nur durch google und Recherche auf den NVRAM Whitelist Umstand bei den Asus Z87/Z97 Boards gekommen gewusst habe ich das auch nicht. Auch auf die Gründe für das Verhalten nach NVRAM Reset bei gleichzeitigem Einsatz von OC und BootStrap auf der Plattform bin ich erst gekommen nachdem ich mir die Zeit genommen habe mich mal mit dem Thema abseits der Hackintosh Blase zu beschäftigen. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen das die Bugmeldungen zu dem Thema im AcidAnthera Github auch mein Ausgangspunkt waren und hier schon einiges interessantes dazu zu lesen steht.


    Abschließend: ich habe kein Problem damit wenn jemand eine Meinung hat und diese Meinung vertritt solange das alles Hand und Fuß hat und fundiert begründet ist ist das vollkommen legitim und okay. Was ich gar nicht mag sind pauschale Aussagen die sich möglicherweise lediglich auf eigene Beobachtungen stützen und die ohne weitergehende Recherche oder Ursachenforschung als Fakt dargestellt werden hier fehlt mir einfach die Substanz hinter den Aussagen.

  • griven


    Ich muss leider erneut feststellen, dass Du meine Aussagen auf ein pauschalierendes Niveau hebst. Was Du wiedergibt, habe ich nicht gesagt und nicht miteinander verknüpft.

    Du darfst dazu davon ausgehen, dass ich schon länger weiß, dass die in Frage stehenden MB-BIOSse mit dahinwirken, dass es Probleme in Verbindung mit OC gibt (hatte Download-Fritz vor einiger Zeit mal ins Gespräch gebracht, dass es am Asus-Bios liegen dürfte). Das habe ich auch so kommuniziert.


    Tut mir leid, aber hier einen "Feldzug" meinerseits gegenüber OC herbeizuschreiben, ist nun wirklich abstrus. Man könnte ja denken, ich hätte "Jehova" gerufen, so reagieren einige Wenige hier auf meine Hinweise.

    Und nein - es ist nicht Aufgabe des BL, die Schwächen eines MB auszugleichen. Wo Du diese These von mir vorgetragen herauslesen willst, ist mir schleierhaft. Wo habe ich das gesagt?


    Ich mache es kurz, weil es zu nichts führt: Ich habe auch kein Problem mit der Meinung Anderer. Aber ich mag nicht, wenn mir Dinge in den Mund gelegt werden, die ich nicht gesagt oder deren Zusammnehänge ich nicht hergestellt habe.

    Genau das passiert gerade - von daher bin ich raus.

  • Diese ganzen quirky Eigenheiten mancher Boards könnte man doch einfach im Hardware Center im Eintrag zum jeweiligen Board unterbringen. Dann ginge es nicht im Dickicht alter Beiträge verloren und man müsste sich nicht durch diverse Threads graben.

  • Interessant ist aus meiner Sicht die Tiefe der Eingriffe ins BIOS, in wie weit kann mich da jemand ein wenig mitnehmen und mir das erklären. Ich bin immer davon ausgegangen das ich dort die Standard-Einstellung vornehmen darf, aber sonst nichts passiert....

  • In diesem Thread habe ich auf dasselbe Problem mit dem BIOS von Z97 Boards von ASUS hingewisen. Überfragt wie ich anfangen soll


    Und auch da hat LuckyOldMan es auf OpenCore geschoben und das alte Clover empfohlen. Dafür habe ich ihn kritisiert, weil es ein BIOS Problem ist und kein Bootloader Problem.


    Und was war am Ende? Mir wurde unsoziales Verhalten vorgeworfen und meine Beiträge deaktiviert. Vielen Dank dafür nochmal!

    Edited once, last by 5T33Z0 ().

  • meine esxi/win 10 (uefi boot) Kiste hat Anfang dieser Woche in "Black Screen" gebootet. Dachte mir ok Monitor ein, Kabel defekt, GraKa ...


    Dass gleiche Verhalten:gänsefuss: wie bei meinen anderen Kisten mit Opencore+macOS.

    einige POST LEDs beim Start an + "Black Screen" ...


    Kein Power Off per Schalter - das Netzteil kann nur über das Board ein/ausgeschaltet werden.

    Ok dachte ich mir ... GraKa raus, einschalten keine Veränderung,

    Ausstecken ...

    Batterie raus, keine Veränderung. BIOS Reset, keine Veränderung.

    Ram ausgebaut ...

    einige POST LEDs an ... keine vollständige Initialisierung des Boards ...


    Alles wieder zusammengebaut, geht, bootet in UEFI BIOS, nachgesehen im Board Log, einige korrigierte RAM ECC Error Logs.


    Memory Test. Nix festgestellt.


    Die anderen Kisten mit Opencore+macOS auf dem Typ von Board haben ein :gänsefuss:gleichartiges Verhalten an den Tag gelegt. Ich hatte allerdings keine ECC Errors.


    Aber die Prozedur um die Boards wieder zu erwecken war immer ähnlich. GraKa, BIOS Reset, Batterie, ... Auslöser waren

    - macOS Freeze, also nicht mal ein Kernel Panik

    - Stromausfälle

    danach haben die macOS-Kisten angefangen den Kernel zu booten, blieben dann hängen.


    Beim erneuten Versuch OC zu Starten --> einige POST LEDs beim Start an + "Black Screen"


    Wenn die Kiste keinen Opencore USB Bootstick hatten, ist sie still und unauffällig in Windows 10 gebootet. Datum war auf 2015 zurückgesetzt.


    Windows 10 bootet fast immer - egal wie und ob überhaupt gewollt.


    Opencore benötigt halt mehr aus so ein Schmarrn wie (der Windows 10 failback :think:)


    jmp $


    times 510 - ($-$$) db 0


    dw 0xaa55


    == MBR



    Das OC 0.6.5 läuft bei mir deutlich besser als Clover - Und ich bin erst etwa Anfang/Mitte 2020 komplett umgestiegen. Ich hatte immer USB Probleme mit meinen Boards unter Clover. Und das lag nicht an meinen "Hack-Künsten". Unter Clover für die USB Ports ohne zufrieden stellenden Erfolg weit mehr Zeit investiert als mit Opencore Insgesamt.


    Grüße Florian

  • ich würde mir wünschen, dass konkrete Hinweise auf die Lösung der Problematik genannt werden.

    Z.B. war Bootstrap in OC tatsächlich ein Problem für z87/z97, was aber wohl mittlerweile gelöst ist. Inwiefern ist mir aber auch nach Durchsicht von acidantheras changelogs zu OC nicht ganz klar. Mittlerweile ist OC wohl safe für diese Boards, aber ab welcher Version? Wie sieht es bei noch älteren Chipsätzen aus?

    Was sind unsere Empfehlungen für User mit solchen Boards?

    iMac19,1: Big Sur, Windows10, BL: OpenCore v063, Mainboard: Gigabyte Designare, CPU: i7-9700K, Ram: 32Gb Corsair Vengeance LPX; Grafik: Sapphire RX5700 XT Nitro+ 8Gb, SSD: Samsung 970 NVME 500GB, Samsung 850 Evo 500Gb, HDD: Seagate ST3000DM001 3TB Wifi/Bluetooth: BCM94360CD Combo (oob), PSU: be quiet! Dark Power Pro11, Case: Jonsbo UMX4

  • Danke 5T33Z0 für den Link zu einer Lösung...

  • Moin,

    In der Anleitung zu Clover wird sehr eingehend dargestellt, daß es diverse fehlerhafte BIOSe gibt, die Probleme u. a. mit dem NVRAM erzeugen, da die Hersteller ihre Boards nicht für MacOS verkaufen, sondern in erster Linie für Windows bereitstellen und diese BIOSe teilweise auch noch schlampig programmieren..

    Angeblich wird in Clover versucht, diese Fehler zu lösen, teilweise mit eigener Programmierkunst und Hinweisen zu anderen Lösungen. Insofern ist Clover wohl mehr, als nur ein Bootloader.

    Ob das immer so klappt, kann ich nicht beurteilen. Ich erinnere mich nur an mein Gigabite Z77 Board, dessen BIOS man mit der UEFI-Shell zu Leibe rücken mußte.


    Schönen Abend